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Landeszeitung

04. Dezember 2016 | 11:22 Uhr

Polizei verteidigt Höhenkontrolle mit eingebauter Sackgasse

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Die Polizei hat den Standort der neuen Höhenkontrolle am Kanaltunnel verteidigt. Überhohe Fahrzeuge können nach Auslösen des Größenalarms nicht mehr abfahren, sondern müssen auf der B  77 wenden, um die Fahrt durch den Tunnel zu umgehen. Unser Foto zeigt: Wer gen Norden unterwegs ist, passiert zunächst die letzte Ausfahrt nach Kiel, bzw. Osterrönfeld und erst danach den grauen Kragbalken der Höhenkontrolle. Einrichtung und Positionierung der Anlagen seien mit der Polizei abgestimmt gewesen, so Sprecher Sönke Hinrichs, der auf die Straßenverkehrsordnung verwies. Sie schreibt vor, dass kein Fahrzeug höher als vier Meter sein darf, von Ausnahmen für Land- und Forstwirtschaft abgesehen. „Die Ursache für Staus und Wartezeiten liegen nicht in der Höhenkontrolle selbst begründet, sondern im Fehlverhalten derjenigen Verkehrsteilnehmer, die sich nicht an allgemeingültige Regeln halten.“ Seit Freitag ist die Polizei nicht mehr mit einem Streifenwagen am Tunnel präsent. Der Bedarf sei entfallen, so Hinrichs, nachdem die Höhenkontrolle leicht nach oben verändert wurde. „Die Zahl der Auslösungen ist deutlich zurückgegangen.“ Dass die Höhenmessung an sich sinnvoll ist, zeigt ein aktueller Fall, in dem die Beamten wegen Unfallflucht ermitteln: Am Sonnabend um 19.45 Uhr missachtete ein Lkw-Fahrer das Rotlicht der Höhenkontrolle in Fahrtrichtung Süden – er fuhr einfach weiter durch den Tunnel. Sein zu hoher Lastwagen beschädigte eine Deckenlampe. Die Verkehrsaufsicht des Kreises will die Höhenmessung jetzt deutlicher und weiträumiger als bisher ankündigen.

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erstellt am 11.Okt.2016 | 13:35 Uhr

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