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Landeszeitung

10. Dezember 2016 | 09:56 Uhr

Aukrug : Politiker verhindern Solarfeld-Bau in Aukrug

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Ja zum Familienzentrum und Nein zu einer geplanten Photovoltaik-Freilandanlage sagten die Aukruger Gemeindevertreter bei ihrer jüngsten Sitzung.

Ja zum Familienzentrum und Nein zu einer geplanten Photovoltaik-Freilandanlage sagten die Aukruger Gemeindevertreter bei ihrer Sitzung am Mittwochabend. Die Kommunalpolitiker sprachen sich für die Fortführung des Familienzentrums Aukrug aus, obwohl allein die für eine halbe Fachkraftstelle nötigen Personalkosten (23  800 Euro) die vom Land Schleswig-Holstein in Aussicht gestellten jährlichen Gesamtfördermittel (17  000 Euro) mittlerweile deutlich übersteigen. Die dreijährige Projektphase für das Familienzentrum Aukrug hatte 2014 geendet.

Eine klare Absage erteilte der Gemeinderat in der Sitzung den Plänen der „SolarWind Projekt GmbH“, auf einer landwirtschaftlichen Fläche zwischen Böken und Bünzen eine Photovoltaik-Freilandanlage zu errichten. Die Firma mit Hauptsitz in Krummhörn (Niedersachsen) hatte bereits detaillierte Pläne vorgelegt: Auf einer elf Hektar großen Fläche direkt an der Bahnstrecke Neumünster-Heide sollte der „Solarpark Aukrug“ genug Strom für etwa 3000 Haushalte produzieren. Bis auf eine Enthaltung stimmten alle Gemeindevertreter – wie vom Bauausschuss empfohlen – gegen die Photovoltaikanlagen-Pläne. „Hauptgrund für die Ablehnung des Solarparks ist die unmittelbare Nähe zum geplanten Baugebiet Haarkoppel III“, sagte der stellvertretende Bürgermeister Joachim Rehder (SPD).

Hinsichtlich der Erschließung des Gebiets „Haarkoppeln III“ beschlossen die Kommunalpolitiker, keine Baustraße für die Dauer von zwei Jahren zu errichten, sondern gleich den Endausbau vorzunehmen. Angesichts der vielen Bewerber für die insgesamt 22 Grundstücke geht man davon aus, dass der Hochbau zügig voranschreiten wird. Weshalb eine provisorische Baustraße, die rund 70  000 Euro Mehrkosten verursachen würde, entbehrlich erscheint. Eine Dreiviertelstunde lang diskutierten die Gemeindevertreter über die „Modalitäten zur Veräußerung der Grundstücke“. Aktuell gibt es 24 Interessenten für die 22 Bauplätze. Bei drei Enthaltungen beschloss das Gremium ohne Gegenstimme, dass „die Vergabe durch die fünf Fraktionsvorsitzenden und den Bürgermeister nach allgemeinen Gleichbehandlungsgrundsätzen vorgenommen“ werden soll.

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