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Landeszeitung

08. Dezember 2016 | 03:15 Uhr

Update : Oströhre des Kanaltunnels wird am Sonnabend gegen 2 Uhr freigegeben

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Exakter Termin steht seit heute Mittag fest. Chef der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung: „Ein großes Stück arbeitet liegt hinter uns“.

Der exakte Termin für die Freigabe der Oströhre steht fest: Wie die Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung soeben mitgeteilt hat, kann die sanierte Röhre des Kanaltunnel am Sonnabend ab zirka 2 Uhr befahren werden. Dazu Prof. Dr.-Ing. Hans-Heinrich Witte, Präsident der Generaldirektion Was-serstraßen und Schifffahrt: „Mit der Freigabe der Oströhre des Kanaltunnels Rendsburg liegt ein großes Stück Arbeit hinter uns. Ich bedauere die Verzögerungen bei den Arbeiten, die die Geduld der Verkehrsteilnehmer stark beansprucht hat. Jetzt steht eine komplett sanierte Oströhre mit leistungsfähiger Technik zur Verfügung, die den aktuellen Sicherheitsstandards entspricht.“

Zum ersten Mal geht am Sonnabend die automatische Höhenkontrolle in den regulären Betrieb. Die Messeinrichtungen befinden sich mehrere hundert Meter vor den Tunnelportalen auf beiden Seiten des Kanals. Ausleger überspannen die Fahrbahn bis zum Mittelstreifen. Wird die Anlage von einem Fahrzeug passiert, dessen Höhe über vier Meter beträgt, folgt eine technische Kettenreaktion: Die Höhenkontrolle meldet dies an einen Zentralrechner, dieser schaltet binnen Sekunden die Ampeln der betreffenden Richtungsfahrbahn auf Rot. Niemand darf mehr in den Tunnel einfahren. Gleichzeitig wird die Polizei alarmiert. Die Beamten müssen vor Ort entscheiden, ob das Fahrzeug den Tunnel doch durchfahren kann – oder ob es den Rückwärtsgang einlegen oder wenden muss. Staus wären in jedem Fall programmiert.

Sorgen bereitet der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung vor diesem Hintergrund der landwirtschaftliche Verkehr. Denn in der Erntezeit dürfen die Bauern mit Fahrzeugen unterwegs sein, die eine Gesamthöhe von bis zu 4,50 Meter aufweisen. Diese Ausnahmeregelung gelte jedoch nicht für den Kanaltunnel, wie die WSV am Dienstag betonte. In einem Schreiben an den Bauernverband weist die Behörde auf diesen Sachverhalt hin. Man wolle Staus, die von zu hohen Fahrzeugen ausgelöst werden, gern verhindern.

Was man ebenso vermeiden will, sind Schäden an der neuen Röhre. Bei der WSV kann man sich an einen entsprechenden Zwischenfall erinnern. Sönke Meesenburg, Chef der für den Tunnel zuständigen WSV-Planungsgruppe: „Damals wollte ein Tieflader durch den Tunnel fahren, der einen Bagger transportierte. “ Doch der Ausleger des Baggers war zu weit ausgefahren: Er krachte gegen das Tunneldach.

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erstellt am 28.Sep.2016 | 12:09 Uhr

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