zur Navigation springen

Landeszeitung

04. Dezember 2016 | 23:32 Uhr

Aukrug : Ortshistorie begann mit brutaler Tat

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

888-Jahr-Feier in Aukrug: „Daso de Ennige “ erschlug 1128 einen Widersacher. Öffentliche Premiere des Aukrug-Films am Freitag.

Die Premiere des Aukrug-Films von Joachim Hinz und das Pflanzen eines „Klimabaums“ waren die Hauptprogrammpunkte beim Eröffnungsempfang der Aukruger 888-Jahr-Feierlichkeiten. Ein passendes Geschenk zum Schnapszahl-Jubiläum präsentierte Amtsdirektor Stefan Landt: 888 Euro für den Förderverein des Aukruger Freibads.

2010 wurden „40 Jahre Gemeinde Aukrug“ gefeiert, gerade mal sechs Jahre später feiert man „888 Jahre Aukrug“. „Ausgerechnet die jüngste von unseren 30 Amtsgemeinden feiert das höchste Jubiläum“, stellte Amtsdirektor Stefan Landt fest, als er beim Empfang im Gemeindesaal ans Mikrofon trat. „Wir haben die 888-Jahr-Feier erfunden, damit wir in Aukrug wieder mal feiern können“, meinte Bürgermeister Nils Kuhnke. Aus der Luft gegriffen ist die Schnapszahljubiläums-Zeitrechnung aber keineswegs. Ein gewisser Daso aus Innien – „Daso de Ennige“ – sorgte nämlich 1128 für die erste urkundliche Erwähnung seines Heimatdorfs. „Er hat damals den Fürsten Sventipolk erschlagen, um selbst an die Macht zu kommen“, erläuterte Kuhnke. Innien ist demnach mindestens 888 Jahre alt.

Der Zusammenschluss der Dörfer Innien, Bargfeld, Böken, Bünzen und Homfeld zur Gemeinde Aukrug wurde 1968 vertraglich vereinbart und 1970 vollzogen. Die Gemeinde Aukrug ist also genau 46 Jahre alt. 1972 waren der TSV Aukrug und der Männergesangverein die Motoren einer ersten Festwoche für alle Dörfer, 1978 feierte man wiederum auf der Basis von Dasos Mordtat eine 850-Jahr-Feier, 2010 wie schon erwähnt „40 Jahre Gemeinde Aukrug“ und rund um den 24.6.13 ein Postleitzahlenfest. „Die Aukruger Festwochen haben Traditition“, vermerkte Kuhnke. Diesmal wird den ganzen Juli durchgefeiert – und wenn man alle unter dem Dach der 888-Jahr-Feier stattfindenden Veranstaltungen mit einbezieht, reichen die Feierlichkeiten sogar vom 19. März (Frühjahrsputz) bis zum 4. November (Hubertusmesse).

„Es ist offensichtlich, dass die Aukruger sehr gern feiern“, sagte Amtsdirektor Landt, für den feststeht, dass es spätestens 2020 die nächsten Festwochen geben wird: „Das Jubiläum 50 Jahre Aukrug ist ja schon absehbar.“ Die regelmäßigen Festwochen seien ein Beleg dafür, „dass die junge Gemeinde Aukrug lebt, gut zusammengewachsen ist und gemeinsam ganz viel auf die Beine stellt.“

Genau diese Qualitäten der Gemeinde veranschaulicht auch der Aukrug-Trailer, den Joachim Hinz im Auftrag des 888-Jahr-Festkomitees gedreht hat. „Ich war überrascht, was Aukrug alles zu bieten hat“, meinte der in Innien wohnende Naturfilmer Hinz, „da ist in den vergangenen Wochen eine ganze Menge Filmmaterial zusammengekommen.“ Dass er seine 10,5 Stunden Rohmaterial auf meisterhafte Weise zu einem 10,5 Minuten Imagefilm komprimiert hat, konnte Hinz dem Riesenapplaus der 120 Festgäste entnehmen. „Vielen Dank für diesen tollen Film“, sagte VHHG-Chef Martin Westendorff, „da waren vielfältige Eindrücke aus unserem Ort enthalten – das ist eine großartige Präsentation unserer Gemeinde.“ Die öffentliche Premiere des Aukrug-Films findet am kommenden Freitag, 8. Juli, um 19 Uhr im Gemeindesaal in Innien statt. Anschließend wird „Die kleine Welt im Apfelbaum“ gezeigt: ein Naturfilm, den Hinz 2010 gedreht hat. Am Freitag ab 20 Uhr soll der Aukrug-Trailer dann im Internet auf YouTube zu sehen sein. Am Sonntag, 10. Juli, um 11 Uhr kann man sich im Gemeindesaal einen weiteren Film von Hinz angucken: „Kleiner Jäger ganz groß – die Wasserspitzmaus“ (2003).

Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Themen zu diesem Artikel:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen