zur Navigation springen

Landeszeitung

08. Dezember 2016 | 05:18 Uhr

Obereiderhafen: Investor setzt sich Frist bis Februar

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Wirtschaftlichkeit des Hotels wird geprüft / Stefan Blau optimistisch

Allen Unkenrufen zum Trotz: Der Investor des Obereiderhafens, Stefan Blau aus dem bayerischen Starnberg, hält an seinen Rendsburger Plänen fest. Auf dem 1,24 Hektar großen innerstädtischen Filetstück soll ein Viertel für Forschung, Freizeit und Gesundheit entstehen. Derzeit werde die Wirtschaftlichkeit des Hotels geprüft, der wichtigsten Säule des Entwicklungskonzepts. Dazu Blau: „Wenn nicht etwas ganz Überraschendes dazwischenkommt, werden wir das mit hoher Wahrscheinlichkeit realisieren. Ich bin sehr optimistisch.“ Er hat sich eine Frist gesetzt: Bis Ende Februar sollen die Zahlen vorliegen.

Der Chef der Systema-Unternehmensgruppe baut dabei auf die Hilfe der Rendsburger. Während sich aus der Wirtschaft allerdings zuletzt eher kritische Stimmen meldeten, die Zweifel an der Realisierbarkeit der Blau’schen Pläne äußerten, fühlt sich der Mann aus Bayern von der Politik weiterhin vorbehaltlos unterstützt. Rückendeckung habe er zuletzt aus dem Bauausschuss erfahren. Auch mit der Stadtverwaltung gebe es eine gute Zusammenarbeit. Das bestätigt Bürgermeister Pierre Gilgenast: „Wir glauben an Herrn Blau.“

Der Beherbergungsbetrieb an der Obereider war zunächst lediglich als Boarding-Haus für in der Region tätige Handwerker oder Arbeiter gedacht. Mittlerweile wurde dieser Plan ergänzt. Auch ein Hotelbetrieb sei möglich. Eine kleine Lösung hätte ein Volumen zwischen zehn und zwölf Millionen Euro, eine große Lösung mit allen Annehmlichkeiten würde sich in der Preisklasse zwischen 20 und 25 Millionen Euro bewegen.

Blau arbeitet mit dem Hotel-Spezialisten „RIMC“ aus Hamburg zusammen. Die Firma prüft derzeit ein Engagement in Rendsburg. Die „RIMC Hotels & Resorts“-Gruppe zählt laut ihrer Internetpräsenz zu den führenden internationalen Hotelgesellschaften. In den vergangenen 25 Jahren sind demnach rund 150 Hotelprojekte im In- und Ausland realisiert worden. Die Firma wirbt damit, mit rund 50 Hotels in elf Ländern vertreten zu sein. Nach Informationen unserer Zeitung hat Gert Prantner, einer von zwei geschäftsführenden Gesellschaftern, bereits in Rendsburg Gespräche geführt, unter anderem mit Bürgermeister Gilgenast.

Sollte sich RIMC für ein Hotel am Obereiderhafen entscheiden, wäre die Arbeitsteilung folgende: Die Hamburger würden den Betrieb des Hotels übernehmen, Investor Blau hingegen wäre für den Bau der Immobilie zuständig.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen