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Landeszeitung

23. März 2017 | 01:28 Uhr

Nortorfer Museumsverein sichert sich Namen Teldec

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Verein meldet Patent an / Nachlass der ehemaligen Schallplattenfirma sorgt für „Gänsehautmomente“

Seit wenigen Wochen ist es offiziell: Der Nortorfer Museumsverein hat sich den Namen Teldec gesichert. Damit dürfen ab sofort unter anderem auch Schallplatten oder andere Produkte des Vereins unter dem Namen verkauft werden. Konkrete Pläne haben die Ehrenamtler bereits gesammelt. So soll im nächsten Jahr unter anderem eine eigene Schallplatte auf den Markt gebracht werden, berichtet Leiter Lutz Bertram. Auch der Verkauf von Nadeln sei vorstellbar. „Dass der Name Teldec nun dem Museum gehört ist eine sensationelle Sache“, freut sich der 51-Jährige. „Das macht nicht nur uns glücklich, sondern hoffentlich auch viele andere Nortorfer. Nortorf ist nun mal die Teldec-Stadt.“

Seit über einem Jahr sichten Lutz Bertram und seine Kollegen das Material aus dem Teldec-Nachlass (wir berichteten) und entdecken dabei immer wieder neue Highlights. Eine ganze Lkw-Ladung voll an Akten, Gegenständen, Maschinen und vieles mehr haben die Mitarbeiter des bereits aus dem Kesselhaus gerettet. Ob technische Zeichnungen, Kopierer, Gehaltsabrechnungen, Bedienungsanleitungen für die Maschinen oder altes Bildmaterial – „wir haben alles“, betont Bertram, „nur keinen Platz.“ Das alte Gebäude im Jungfernstieg platzt aus allen Nähten.

Ein Highlight in dem Nachlass gibt es für Bertram nicht. „Es ist eher das Gesamtpaket, das mich so fasziniert.“ Der komplette Aufbau, der Ablauf der Produktion, die geschichtliche Entwicklung der Firma und der Technik – einfach alles könne rekonstruiert werden. „Manchmal kommt es aber schon vor, dass ich einen Karton öffne und Gänsehaut bekomme“, gesteht der 51-Jährige. Ob namenhafte Politiker oder hochkarätige Künstler – sie alle schauten in der ehemaligen Schallplattenproduktionsfirma vorbei. „Wir haben sehr viel unveröffentlichtes Material gefunden“, berichtet Bertram. Von Udo Lindenberg bis Helmut Schmidt sei alles dabei.

Am Montagabend beschäftigten sich die Kommunalpolitiker des Haupt- und Finanzausschusses mit dem Kauf des restlichen Kesselhauses (wir berichteten). Der Kaufpreis von 80 000 Euro war der Mehrheit zu viel Geld. Der Umzug des Museums in größere Räumlichkeiten müsse warten bis andere große Projekte, wie die Hugo-Syring-Schule und der DRK-Kindergarten abgeschlossen seien, so der Tenor. In der Stadtverordnetenversammlung am 16. Dezember soll das Thema aber erneut auf den Tisch kommen. Dann erhofft sich Bürgermeister Horst Krebs die Mehrheit seiner Kollegen. Einen Umzug in ein größeres Gebäude hätte das Museum allemal verdient.

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erstellt am 29.Nov.2014 | 09:44 Uhr

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