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Nortorf : Neues Leben in der Kramerscheune

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Ehepaar renoviert Räume der ehemaligen Möbelbörse. 70 Quadratmeter großer Saal soll für Veranstaltungen vermietet werden.

Der „Peerstall“ in der Kramer-Scheune soll die kulturelle Landschaft von Nortorf bereichern. Nach zwei Jahren Umbau ist das Ehepaar Renate und Holger Bauer fast fertig. Erste Buchungen für den neuen Veranstaltungsraum gibt es schon. Das erste öffentliche Highlight ist für den September geplant: Matthias Stührwoldt kommt zur Lesung. „Wir wollen das Angebot in Nortorf erweitern und keine Konkurrenz schaffen“, sagt Holger Bauer, auch gastronomische Betriebe könnten den Raum buchen und Gäste bewirten, falls der Bedarf da sei.

Die ehemalige Scheune hat eine lange Geschichte vorzuweisen. Sie ist 1921 von einer Familie Kramer erbaut worden. Später gehörte sie der Tochter der Familie, Annemarie Wichmann. Diese legte in ihrem Testament fest, dass die Scheune, in der später die Möbelbörse ihren Sitz hatte, nach ihrem Tod der Stadt geschenkt werden soll. Eine Bedingung war jedoch, dass eine kulturelle oder soziale Einrichtung in den Räumen unterkommt.

Nachdem die Möbelbörse die Räume verlassen hatte, passierte lange nichts, erläuterte Holger Bauer. Also wollte die Stadt das Gebäude loswerden und strebte einen Abriss an. Da war der Zeitpunkt gekommen, an dem sich das Ehepaar, dass im ehemaligen Bauernhof in der direkten Nachbarschaft lebt, um den Kauf der Immobilie bemühte. Im September 2015 erhielten Renate und Holger Bauer schließlich den Zuschlag und begannen damit, das Gebäude zu renovieren. Aus dem alten Pferdestall mit schiefem Boden entstand ein Veranstaltungsraum mit rund 70 Quadratmetern. Von dem Stallgebäude sind noch einige Balken und Luken in der Decke geblieben. Der Fußboden ist nun mit sibirischer Lärche ausgelegt und verleiht dem Raum eine gemütliche Wärme. Ein anderer Teil der Scheune wird als Lager verwendet.

Die Einnahmen aus der Vermietung fließen ausschließlich in den Erhalt des Gebäudes. „Da die Nachfrage nach Lagerplatz unerwartet hoch ist, sind wir auch schneller mit dem Umbau fertig geworden“, sagte Holger Bauer. Schon jetzt gibt es die ersten Buchungen für den Veranstaltungsraum. Dabei erhalte aber nicht jeder die Zusage für den „Peerstall“. So sollen keine wilden Partys von Jugendlichen in der Kramer-Scheune gefeiert werden, sondern eher ruhigere Veranstaltungen wie Konfirmationen oder Jubiläen. Natürlich ist es auch vorstellbar, dass Vereine den Raum mieten. Die Veranstalter von Lesungen im Nortorfer Raum hätten ebenfalls schon Interesse gezeigt, sagte Holger Bauer. Eine erste Privatfeier ist am Ende des Monats geplant. Das Ehepaar Bauer freut sich auf die neue Aufgabe und gleichzeitige Herausforderung, denn aus der Veranstaltungsbranche stammt keiner der beiden Eheleute. Holger Bauer ist der Pressesprecher des Landesfeuerwehrverbandes Schleswig-Holstein und Renate Bauer arbeitet bei der Unfallkasse der Feuerwehr. Mit dem Kauf des nahe liegenden Resthofes im Jahr 2009 hatten sie sich einen großen Traum erfüllt. Mit der Kramer-Scheune haben sie eine weitere Aufgabe, von der sich sich viel Vergnügen erhoffen.

>Weitere Informationen unter www.Kramer-Scheune.de

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erstellt am 21.Apr.2017 | 12:15 Uhr

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