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Landeszeitung

07. Dezember 2016 | 17:25 Uhr

Bisheriger Anleger bleibt : Neue Route erst im November?

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Ersatzfähre kann nicht mehr bis zum Schulbeginn verlegt werden. Bislang wurde kein Unternehmen gefunden, das Anleger umbaut.

Eigentlich sollte die Ersatzfähre zu Beginn des neuen Schuljahres am kommenden Montag umgezogen sein. Näher an die Eisenbahnhochbrücke heran, und damit auch näher an den Standort der havarierten Schwebefähre, für die sie im Einsatz ist, bis ein Neubau an ihre Stelle tritt. Zuletzt wurde immer deutlicher, dass dieser Termin nur schwer einzuhalten halten sein würde. Zwar sagte Osterönfelds Bürgermeister Bernd Sienknecht noch vor zwei Wochen im Gespräch mit der Landeszeitung: „Ich gehe davon aus, dass wir zum Schulbeginn einen neuen Standort für die Ersatzfähre haben werden. Allerdings kann ich nur hoffen, dass das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt (WSA) es bis dahin auch schaffen wird“, einen neuen Anleger am Kreishafen zu bauen. Inzwischen steht fest, dass das WSA es nicht geschafft hat. Und einen Ersatztermin gibt es auch nicht. „Wir hoffen, dass wir noch im September eine Testphase starten können“, sagt Dieter Schnell vom Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt (WSA). Er räumt aber ein, dass es auch Oktober werden könnte.

Grund für die Verzögerung sei, dass ein zunächst präferierter Standort, der zentraler im Kreishafen gelegen sei, vom Kreis abgelehnt wurde. Unmittelbar danach habe sich das WSA an die Planung für den Anleger an der Rampe am östlichen Rand des Kreishafens gemacht. Die sei jetzt abgeschlossen. Doch bevor es losgehen kann, muss noch umgebaut werden. „Erst muss eine sichere Anlegesituation geschaffen werden“, sagt Schnell. Dazu gehören unter anderem Poller, an denen die Fähre festmachen kann. Auch müsse die Rampe gesichert und befestigt werden und zusätzlich ein Weg mit Geländer angelegt werden. „Wir versuchen, das alles so schnell wie möglich zu erledigen, aber wir benötigen dafür eine Baufirma“, sagt Schnell. Und die zu bekommen, sei in dieser Jahreszeit sehr schwierig. Wann es jetzt genau weitergeht, will das WSA in 14 Tagen wissen.

Damit ist es nicht mehr unwahrscheinlich, dass die Testphase für die neue Route bis in den Oktober hineinragt. Dann droht allerdings wieder terminliches Ungemach von anderer Seite her. Denn die zweiwöchigen Herbstferien beginnen am Montag, 17. Oktober. Weil die Ersatzfähre am Wochenende nicht fährt, ist ihre letzte Tour am Freitag, 14. Oktober gegen 15 Uhr. Geht man davon aus, dass ein aussagekräftiger Probebetrieb mindestens eine Woche dauert, sollten die Umbauarbeiten also bis zum 10. Oktober abgeschlossen sein. Ansonsten wird die neue Route wohl erst nach dem Ende der Herbstferien im November getestet werden können. Nach dem Probetrieb wird der Versuch ausgewertet. „Die Frage ist dann, ob die Fähre an dieser Stelle besser angenommen wird, als an der bisherigen“, sagt Schnell. „Wenn nicht, muss man sich über die Zweckmäßigkeit der Fähre unterhalten und ob sie überhaupt noch gerechtfertigt ist.“ Den grundsätzlichen Betrieb der Ersatzfähre will er aber nicht in Frage stellen. Den bezahlt ohnehin der Bund.

 

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erstellt am 03.Sep.2016 | 17:00 Uhr

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