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Highland-Cattle von Kiebitzmoor : Nachwuchs bei Hochlandrindern

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Der Audorfer und „Edeka“-Juniorchef Jan-Hendrik Hoof (33) erfüllt sich mit der Zucht urwüchsiger Rinder einen Kindheitstraum. Jetzt kommen die Kälbchen auf die Welt.

Schottische Hochland-Rinder sind sehr zutrauliche Tiere. Obwohl die Kälbchen in der Herde von Jan-Hendrik Hoof (33) erst wenige Tage alt sind, zeigen sie schon große Neugierde und umringen in kurzer Zeit den Landrover des Züchters. Stets bleiben die Muttertiere in der Nähe, um im Ernstfall ihren Nachwuchs zu verteidigen.

Als Fremder müsse man vorsichtig sein, warnt Jan-Hendrik Hoof, Juniorchef in den „Edeka“-Märkten in Osterrönfeld und Schacht-Audorf. Die Tiere hätten gute Muttertier-Eigenschaften und passten sehr gut auf ihren Nachwuchs aus, erläutert der Schacht-Audorfer.

Seit 1998 züchtet Jan-Hendrik mit seinem Vater Martin Hoof schottische Hochland-Rinder. Es sind die zotteligen Wesen mit sehr langen Hörnern. Erst sollte die robuste Rinderrasse das Grundstück eines Bekannten, das nicht anders landwirtschaftlich genutzt werden konnte, abgrasen. Von anfangs drei Tieren ist die Herde mittlerweile auf 40 bis 50 Exemplare angewachsen. Das Hobby nebenbei ist zur täglichen Aufgabe geworden. In diesen Tagen ist Hoof junior mehrmals täglich bei der Herde, um nach dem Rechten zu sehen, schließlich wird täglich weiterer Nachwuchs erwartet.

Auch die Fläche, auf der die Rinder grasen, ist mittlerweile stark gewachsen. Rund 35 Hektar Grünland gehören zu der Zucht „Highland-Cattle von Kiebitzmoor“ rund um Schacht-Audorf. Zwar sind die Tiere ganzjährig draußen, aber im Winter muss zugefüttert werden, berichtet Hoof, dabei kommen die Highlands sonst mit relativ kargen Böden aus.

Mit der Zucht erfüllt sich Jan-Hendrik Hoof einen Kindheitstraum. Schon auf dem großväterlichen Betrieb in Sehestedt hat er früh die Leidenschaft für die Landwirtschaft und das Arbeiten in der Natur entdeckt. Den Umgang mit den Rindern habe er durch den täglichen Umgang gelernt, so der studierte Betriebswirt. Aber viel davon sei auch Erfahrung, die er zum Teil aus dem Mutterland der Hochland-Rinder mitgebracht habe. Zweimal im Jahr besucht er große Auktion in Oban, einem Ort an der schottischen Westküste. Hier stehen nicht nur der Kauf- und Verkauf der Rinder an, sondern auch der Austausch mit den schottischen Züchtern. In den Highlands wird das gleichnamige Rind bereits seit über 200 Jahren wegen seiner hervorragenden Fleischeigenschaften gezüchtet, heißt es auf der Seite des Verbandes Deutscher Highland-Cattle Züchter und Halter (VDHC). In Deutschland ist die Rasse erst seit 1978 vertreten.

Das schottische Hochland-Rind sei wegen seines Fleisches ein Nutztier, fügt Hoof hinzu. Die Tiere wachsen sehr langsam. Dadurch ist das Fleisch fein marmoriert und schmeckt intensiv nach Rindfleisch. Tiere, die nicht für Zuchtzwecke behalten oder verkauft werden, sind für die Schlachtung vorgesehen. Das passiert normalerweise nach drei Jahren. Damit die Kälber auch im Frühjahr kommen und einen guten Start mit ausreichend Futter bekommen, laufen die drei Bullen der Herde nur zu bestimmten Zeiten des Jahres mit den Muttertieren mit. So kann gesteuert werden, wann die Kälbchen gezeugt werden und damit auf die Welt kommen. Die übrige Zeit sind die Bullen auf einer eigenen Weide.>www.hc-kiebitzmoor.de

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