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Landeszeitung

25. April 2017 | 01:06 Uhr

Museum zieht ins Kesselhaus um

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Seit Jahren ist es ein Dauerthema in der Stadt: Das Nortorfer Museum braucht neue Räumlichkeiten. Der Platz im Gebäude in der Jahnstraße ist schlichtweg zu klein. Spätestens nachdem Leiter Lutz Bertram und sein Team auch den Nachlass der Teldec erhielten, wusste man nicht mehr wohin mit den wertvollen Gegenständen. Doch nun ist das Ende einer langjährigen Odyssee gekommen: Am Dienstagabend sprach sich die Mehrheit der Stadtverordneten für den Kauf des Kesselhauses aus.

Die Bereitstellung des Geldes (80  000 Euro) war im vergangenen Monat im Haupt- und Finanzausschuss von den Mitgliedern abgelehnt worden. Die Begründung: Die Stadt hat kein Geld. Andere Projekte seien wichtiger. Doch mit dieser Entscheidung wollte sich Bürgermeister Horst Krebs nicht zufrieden geben. Bereits einen Tag nach der Sitzung kündigte der Amtsinhaber an, das Thema bei der Stadtverordnetenversammlung nochmal auf die Tagesordnung zu bringen und dort auf die Mehrheit zu hoffen.

Bevor der Tagesordnungspunkt „Haushaltsplan 2015“ abgearbeitet wurde, stellte die CDU somit den Antrag, das Geld für den Kauf mit in den Haushalt aufzunehmen. Ansonsten hätte dies „eine negative Auswirkung auf den Erhalt des Museums und dessen wertvolle Exponate“, betonte Krebs die Notwendigkeit. „Wir können jetzt die Voraussetzung schaffen für das Vermächtnis Nortorfs“, ergänzte auch Parteikollege Karsten Groth. Während sich Michael Landek („Die Grünen“) über den fehlenden Antrag auf der Tagesordnung ärgerte, hielt Michael Friedrich (SPD) die mögliche Entscheidung für fatal. „Wir hängen uns damit einen Klotz ans Bein.“ Über die Folge- und Sanierungskosten sei schließlich noch nichts bekannt. Rund 500  000 Euro müsste man in die Aufarbeitung des Kesselhauses stecken, berichtete Krebs. 50 Prozent Zuschüsse seien jedoch von der Aktiv-Region zu erwarten. Dem Haushaltsplan 2015, inklusive der zusätzlichen 80  000 Euro, wurde schließlich mehrheitlich zugestimmt. Der Kauf fand im nicht öffentlichen Teil die Zustimmung. Museumsleiter Lutz Bertram, selbst Stadtverordneter, nahm an der Abstimmung nicht teil.

Wann es zu einer Vertragsunterzeichnung kommt, könne noch nicht gesagt werden. „Aber die Gespräche laufen bereits“, so Horst Krebs.

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erstellt am 17.Dez.2014 | 11:51 Uhr

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