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Landeszeitung

03. Dezember 2016 | 10:47 Uhr

Unterwegs mit dem Smartphone : Monster-Suche auf dem Paradeplatz

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Neues Pokémon-Programm fürs Handy fasziniert Rendsburger Jugendliche. Jeden Abend treffen sie sich in der Innenstadt.

Seit Tagen tummeln sich dutzende Jugendliche abends an unterschiedlichen Plätzen in der Innenstadt, so auch gestern um 18 Uhr. Der Grund ist jedoch keineswegs Langeweile, es ist der Hype um die neue App „Pokémon-Go“, die nach ihrem Erscheinen auch Rendsburg fest im Griff hat.

„Das Prinzip ist einfach. Man muss Pokémons, also Pocket-Monster sammeln“, weiß Maximilian Reimers (15) aus Rendsburg. Bei dem Spiel werde die reale Welt in einer virtuellen Karte abgebildet. „Dort sieht man Pokéspots, eine Art Denkmäler. Hier bekommt man Dinge, die einem beim Sammeln helfen“, erklärt Maximilian Reimers weiter. „Hin und wieder taucht ein Monster auf, das mit dem Pokéball beworfen und so eingesammelt wird“.

Durch eine spezielle Funktion kann die App mithilfe der Kamera auch die reale Welt samt der Monster darin abbilden. Plötzlich erscheinen dann „Goldini“ oder Rattsfratz“ mitten auf dem Paradeplatz – natürlich nur auf dem Handy-Bildschirm. „Es gibt mehrere Arenen in der Stadt“ ergänzt Leif Springob. „Man versucht, die Arenen für sein Team zu gewinnen“, verweist der 19-jährige auf die rote, blaue oder gelbe Gruppierung, für die sich ein Spieler ab einem bestimmten Level entscheiden muss. In den Arenen könne man gegen Monster kämpfen und sich so virtuelles Geld verdienen. Damit wiederum würden neue Pokébälle gekauft.

„Sonst suchte man sich als Spieler eine Konsole, heute geht man raus wie früher“, freut sich Dominik Barghan (15). „Ich habe schon fünf Kilo abgenommen, seit die App draußen ist“, bedeutet der Spaß für Leif Springob einen ganz persönlichen Erfolg. „Das ist das, was wir immer wollten, deshalb so ein Hype“, beschreibt Kevin Behnke (19) die Begeisterung. Warum die Gruppe sich gerade am Paradeplatz trifft, ist schnell ergründet. „Hier gibt es besonders viele Pokéspots“, erklärt Leif Springob das Areal zwischen Lornsen-Denkmal und Hohem Arsenal. Weitere beliebte Orte finden sich auf dem Schiffbrückenplatz und vor dem Theater. Das Wichtigste in diesen Tagen, so sind sich die Jugendlichen einig, sei die Power-Batterie als Stromquelle und das Zusammentreffen. Zu den Gesprächen wurde auch gestern fleißig Pizza angeliefert. „Ich habe in den letzten zwei Tagen mehr Leute kennen gelernt als im gesamten letzten Jahr“, freut sich Ron Schirrmacher, seine Begeisterung mit anderen teilen zu können.

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