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Landeszeitung

07. Dezember 2016 | 17:30 Uhr

Morgen beginnt die norla : Mit Satellitenhilfe über den Acker

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Moderne Landwirtschaftstechnik steht bei der morgen beginnenden 67. Norla im Mittelpunkt. 13 Hektar großes Messegelände ausgebucht.

Das Herzstück eines Traktors war stets der Motor. Wieviel PS? Wie hoch der Verbrauch? Das wollte der Bauer wissen, bevor er sich zum Kauf entschloss. Doch die Landwirtschaft befindet sich im Wandel und ebenso ihr Fuhrpark. Die neuen Maschinen, die auf der morgen beginnenden Norla gezeigt werden, kratzen an der Bedeutung von PS und Hubraum. Die Bauern wollen es ressourcen- und umweltschonend. Und das lässt sich heute in der gewünschten Qualität nur noch mit Hightech realisieren. Die Computer haben auf den Äckern Einzug gehalten. Sie steuern satellitengestützte Navigationssysteme und hochpräzise Saat-, Dünge- und Güllemaschinen.

Der Branche, aber auch dem fachfremden Publikum wollen 569 Aussteller zeigen, was heutzutage möglich ist. Das sind zehn Firmen mehr als im vergangenen Jahr – kein großer Zuwachs, aber angesichts der Negativ-Schlagzeilen der letzten Monate über fallende Preise für Agrarerzeugnisse dann doch eine Überraschung. Denn offenbar erwarten die Bauern und ihre Zulieferer bessere Zeiten. Tatsächlich gibt es einen konkreten Anlass für Optimismus, wie die Geschäftsführer der Messe Rendsburg GmbH, Stephan Gersteuer und Peter Levsen Johannsen, gestern auf einer Pressekonferenz in der Halle der Landwirtschaftskammer verdeutlichten. Das Überangebot auf dem Milchmarkt, das seit über zwei Jahren für fallende Preise sorgt, werde von den Märkten zunehmend kompensiert. Das bedeutet: Die Preise dürften wieder anziehen. Eine leichte Bewegung sei bereits feststellbar.

Auch die Hersteller und Vertriebspartner von landwirtschaftlichen Maschinen wollen nicht den Kopf in den Sand stecken. Thorsten Ebken, Präsident des Gesamtverbandes Landbautechnik Nord, sagte, dass man zwar aktuell einen Umsatzrückgang von 15 Prozent verzeichne, aber man dabei berücksichtigen müsse, dass man in den Jahren davor stets Zuwächse von über fünf Prozent gehabt habe. Sein Verband vertritt in Schleswig-Holstein und Hamburg 280 Firmen mit insgesamt 2800 Beschäftigten. Der Gesamtumsatz liegt bei 650 Millionen Euro.

Die Norla will den leichten Stimmungsaufschwung in der Landwirtschaft mit ihren Mitteln verstärken und ein attraktives Schaufenster der Branche sein. Dazu zählt ein opulentes Programm mit Ausstellungen, Vorträgen, Diskussionsrunden und vor allem technischen Vorführungen. Auch das Messegelände wurde weiter aufgehübscht. „Wir haben unansehnliche Gebäude weggenommen und neue Wege angelegt“, so Gersteuer.

Dabei legt die Messe GmbH großen Wert darauf, nicht nur das Fachpublikum anzusprechen. Sie will auch für die nicht in der Landwirtschaft tätige Bevölkerung ein Magnet zu sein. Mitten auf dem Ausstellungsgelände gibt es erneut einen Bauernmarkt, auf dem 30 Hersteller und Händler ihre Produkte präsentieren. Zudem haben Besucher wieder reichlich Gelegenheit, kulinarische Köstlichkeiten zu probieren.

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erstellt am 31.Aug.2016 | 09:20 Uhr

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