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Landeszeitung

06. Dezember 2016 | 22:53 Uhr

Aukrug : Minister ist jetzt ein Boxberg-Fan

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Robert Habeck begeistert vom Naturpark Aukrug und der nagelneuen Handy-App. Neue Technik gibt Anstoß für Ausflüge in die Natur.

Wenn man die neue Naturpark-Aukrug-App auf seinem Smartphone installiert hat und über den Boxberg wandert, macht es in regelmäßigen Abständen „pling!“ – und dann kann man vom Handy-Display Wissenswertes über Heideanpflanzungen, Ziegen als Landschaftspfleger, Totholz oder Heidelbeeren ablesen. Wenn man den Gipfel des Boxbergs erklommen hat, fragt einen der digitale „Naturpark Aukrug Guide“, ob man am Horizont den Turm der Hohenwestedter Peter-Pauls-Kirche ausfindig machen kann.

„Das ist cool!“, meinte der stellvertretende Ministerpräsident Dr. Robert Habeck, als er gestern all die Informationsmöglichkeiten der Naturpark-Aukrug-App erklärt bekam. Minister Habeck war vom Verein „Naturpark Aukrug“ zur offiziellen Präsentation der App eingeladen worden, weil das Land Schleswig-Holstein das Pilotprojekt „Der Aukruger Weg: wandern – entdecken – genießen“, im Zuge dessen die App entwickelt wurde, zu 50 Prozent finanziert hat. Die App ist in den gängigen App-Stores von Android und IOS (Apple) unter dem Stichwort „Naturpark Aukrug Guide“ kostenfrei herunterladbar.

Bislang kann man zwischen zehn Wanderrouten wählen, auf denen man nun von seinem Smartphone den Weg gezeigt und an jeweils rund 20 Infopunkten Wissenswertes über Fauna und Flora oder Kulturelles präsentiert bekommt. „Die App ermöglicht völlig neue Optionen in der Freizeitgestaltung für die ganze Familie“, befand Naturparkvereins-Chef Ernst Scheel, „wir freuen uns sehr über die Möglichkeit, mit Hilfe dieses neuen Mediums die Schönheit und die Vielfalt des Naturparks Aukrug einem noch breiteren Publikum vorzustellen.“ Man muss bei der Wanderung über den Boxberg gar keine QR-Code-Tafeln anklicken, um an die Informationen zu gelangen. „Dass sich diese Hinweise zu Natur und Kultur bei der Annäherung selbstständig öffnen, ist eine Technik, die derzeit im Naturpark-Bereich einzigartig ist“, sagte Scheel, als er Minister Habeck und einige Bürgermeister zum App-Präsentationsspaziergang über den Boxberg begrüßte. „Man soll ja beim Spazierengehen nicht die ganze Zeit nur auf Handy schauen“, meinte Habeck, als man 20 Minuten später den Gipfel des Boxbergs erreicht hatte: „Hier ist die Anwendung durch die verschiedenen Haltepunkte klug gelöst – und man erlebt mehr, wenn man beim Wandern über ein bisschen Wissen verfügt.“ Mit der Smartphone-App sei der Naturpark-Verein „am Puls der Zeit“, befand der Minister: „Für einige wird die App Spielzeug sein, für andere relevante Informationen bieten, und für wieder andere mag der Zeitungsbericht über die neue App vielleicht der Anstoß sein, mal wieder die Natur erleben zu wollen.“ Die interaktiven Möglichkeiten der Naturpark-App bezeichnete Habeck als „phantastisch“, und mit dem gleichen Prädikat versah der stellvertretende Ministerpräsident auch den Ausblick vom Boxberg: „Dies ist ein besonderer Ort in Schleswig-Holstein!“

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