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Landeszeitung

04. Dezember 2016 | 21:29 Uhr

Mehr Chorsänger als Zuhörer in Jevenstedt

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Kantatenchor St. Marien aus Rendsburg trat in der St.-Georg-Kirche vor fast leeren Bänken auf

Vor der jährlichen Chorreise verschenkt der Kantatenchor St. Marien aus Rendsburg Konzerte im Kirchenkreis. Sie dienen der Vorbereitung auf die Reise, auch um Erfahrungen in anderen Räumen und in Akustik zu sammeln. In diesem Jahr geht es in den Harz nach Goslar, Wernigerode und Wolfenbüttel. „Nur“ 46 Stimmen waren dabei. „Der Chor ist sonst größer, wir haben aus Platzgründen gelost, wer heute singen darf“, erklärte vorab Volker Linhardt mit verschmitztem Lächeln die vergleichsweise kleine Stimmenzahl.

Ein Stunde Chorgesang geschenkt. In zwei Erholungspausen für den Chor spielten Dirigent Volker Linhardt am E-Piano und Kristin Götze (Altflöte) zwei Sonaten von Francesco Mancini (1679-1739). Der Kantatenchor bot Psalmvertonungen von Hans Leo Hassler, Heinrich Schütz, Carl Loewe, Louis Lewandowski, Immanuel Feist, Maurice Duruflé, Ola Gjeilo und Johann Schulz. Ein breites Spektrum bekannter Kirchenmusik von „Cantate Domino“, „Lobt Gott mit Schall“ bis zu „Ubi caritas et amor“, zum Schluss mit dem bewegenden „Der Mond ist aufgegangen“.

Vor wenigen Wochen hatte der Kantatenchor in voller Besetzung mit Gästen 1300 Menschen mit der „Carmina Burana“ von Carl Orff in der Büdelsdorfer ACO Thormannhalle begeistert. In Jevenstedt war die Zahl der Besucher extrem übersichtlich. Nur 30. „30 zu 46“ erinnerte eher an ein Handball-Ergebnis als an ein gut besuchtes Konzert. Schade, dass dieses Geschenk an die Kirchengemeinde nur von sehr wenigen Besuchern angenommen wurde. Der Auftritt des Chores aus der großen Nachbarstadt stieß auf erschreckend geringes Interesse. Auch ein Zeichen, dass die „Bespielbarmachung der Orgel der St.-Georg-Kirche Jevenstedt“ (Jens Goetze aus dem Förderverein zum Erhalt der St.-Georg-Kirche) als nicht so dringend notwendig angesehen wird. Es bleibt die Erinnerung an ein Gastkonzert, das trotz Bekanntgabe und Werbung per Internet, Plakaten und Zeitung nur spärlich besucht war. Chor und Publikum wurden nicht einmal von einer amtlichen Vertretung des Hausherrn begrüßt. Sogar der anschließende Umtrunk mit Knabbereien auf dem Kirchhof entpuppte sich als sommerliche Landpartie des Kantatenchors, größtenteils ohne Konzertbesucher. Ein falscher Termin? Das Konzertprogramm war doch sehr gut angekommen. Der Beifall zum Schluss hatte das gezeigt. Ein Trost bleibt: Die Kollekte von 219 Euro war angesichts der kleinen Besucherzahl sogar herausragend hoch.

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