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Landeszeitung

08. Dezember 2016 | 21:11 Uhr

Handball-SH-Liga der Männer : Matti Voß rettet dem TSV Alt Duvenstedt zwei wichtige Punkte

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

In der Handball-SH-Liga der Männer kam der TSV Alt Duvenstedt mit dem 29:28 über die HSG Nord-NF zu zwei wichtigen Punkten. Die HSG Eider Harde (26:29 in Bredtsdet) und der Büdelsdorfer TSV (25:32 in Kronshagen) verloren.

Es ist noch nicht die Saison der HSG Eider Harde in der Handball-SH-Liga der Männer. Am 7. Spieltag kassierte das Team von Trainer Matthias Hinrichsen beim Bredstedter TSV eine 26:29-Pleite. Mit nunmehr 8:6-Punkten hat die HSG vorerst den Kontakt zur Spitze verloren. Zwei wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt konnte der TSV Alt Duvenstedt verbuchen. In eigener Halle gelang ein 29:28-Erfolg über den direkten Konkurrenten HSG Nord-NF. Aufsteiger Büdelsdorfer TSV rutschte nach dem 25:32 beim TSV Kronshagen auf den letzten Tabellenplatz ab.

Bredstedter TSV – HSG Eider Harde 29:26 (15:12)

„Nach dem Spieltag muss man feststellen, dass wir uns aus dem Meisterschaftsrennen verabschiedet haben. Wir müssen unsere Ziele nun anders formulieren, werden im Training aber weiter hart an uns arbeiten“, sagte HSG-Trainer Matthias Hinrichsen nach dem erneuten Rückschlag. Bredstedt war bereits die dritte Niederlage in Folge in fremder Halle. Von Anfang an bestimmten die Gastgeber die Partie, die durchgängig führten. Symptomatisch für die mentale Verfassung der HSG-Spieler: Gleich im ersten Angriff passierte ein haarsträubender technischer Fehler bei einem Pass über wenige Meter. Hinrichsen: „Diese Szene kann stellvertretend für unser gesamtes Spiel genommen werden. So etwas ist Kopfsache.“ Bredstedt trat dagegen relativ souverän auf, brachte immer wieder ihren besten Schützen Florian Ilgner (9 Tore) in Position. Selbst bei angezeigtem Zeitspiel behielten die Gastgeber meistens die Ruhe, schafften fast immer noch einen vernünftigen Torwurf. Erst nach der höchsten Führung der Hausherren (18:13, 36.) ging offenbar ein Ruck durchs Gäste-Team. Keine zehn Minuten später konnte Kreisläufer Finn Ketelsen zum 20:20 ausgleichen. Die HSG hatte eigentlich das Momentum auf ihrer Seite. Doch es kam anders. Drei Angriffe lang hatten die Eider-Handballer die Möglichkeit, erstmals in der Begegnung in Führung zu gehen. Es wollte einfach nicht klappen. Stattdessen gehörte die Schlussphase den Nordfriesen. Erneut konnte die HSG insbesondere in der Offensive ihr Potenzial nicht abrufen. Mit Ausnahme von Reiner Kobs, der mit sieben Toren seine Saison-Bestmarke aufstellte. Hinrichsen: „Reiner hat einen Schub nach vorne gemacht.“

HSG Eider Harde : Dobratz, Severin, Warnecke – Gosch, Möller (7), Claußen (1), Weigmann, Greve, Oeltjen (4), Ketelsen (2), Kobs (7/1), Henrich (2), Bartsch (2), Oettershagen (1).

TSV Alt Duvenstedt – HSG Tarp/Wanderup 29:28 (9:14)

Es sind genau diese Augenblicke, von denen Spieler träumen, für die sie trainieren und für die sie sich nach Verletzungen wieder fit machen. Ein Spiel in der letzten Sekunde zu entscheiden und damit der eigenen Mannschaft vom letzten Tabellenplatz wegzuhelfen – so wie Matti Voß am Sonnabend, als er wenige Sekunden vor Schluss das 29:28 für seinen TSV Alt Duvenstedt im Kellerduell gegen die HSG Nord-NF erzielt hatte. Dabei lief es für seine Mannschaft zunächst so schlecht, dass wohl keiner damit gerechnet hätte, dass es überhaupt noch einmal knapp werden könnte. „Unsere erste Aufstellung hat nicht gegriffen, erst nach einigen Wechseln funktionierte es besser“, erklärte TSV-Trainer Thomas Carstensen. 4:13 lagen die Hausherren nach 25 Minuten hinten, ehe sie die Aufholjagd starteten und beim 21:21 (48.) ausgleichen konnten. Großen Anteil daran hatten der starke Torhüter Frederik Klapdor und der elffache Torschütze Sascha Schwarz. Es blieb eng bis zum Schluss und nicht ein einziges Mal hatte Alt Duvenstedt geführt, ehe die Schlusssekunden anbrachen. Beide Teams gönnten sich beim 28:28 eine Auszeit, beide mussten mit einem Spieler weniger auskommen. „Unser Plan war, dass wir ohne Kreisläufer einen Übergang spielen und Sven Karsten die Entscheidung trifft“, erläutert Carstensen seine Pläne für die letzte Aktion der Partie. So kam es und Karsten entschied sich richtig, indem er Voß bediente, der aus acht Metern zwei Sekunden vor dem Ende traf. Carstensen: „Ich bin so froh, dass es endlich geklappt hat. Seit Wochen predige ich, dass wir die knappen Spiele nicht immer verlieren können und bald dran sind. Das waren wir gegen Nord-NF.“

TSV Alt Duvenstedt: Klapdor, Siedenburg – Frahm (1), Karsten (2), Müller, Schwarz (11), Eichstädt (4/3), Maukel (5), Voß (1), Höpfner (2), Küch (2), Schroedter, Nehls, Kock (1).

TSV Kronshagen – Büdelsdorfer TSV 32:25 (13:14)

Wie schon in der Vorwoche bei der 27:33-Niederlage gegen die HSG Mönkeberg/Schönkirchen hielt der BTSV auch in Kronshagen lange gut mit, führte zwischenzeitlich sogar mit 17:16 (38.), um am Ende doch die Heimreise mit leeren Händen antreten zu müssen. „Man kann sagen, die Spiele sind für uns zu lang. Das ist das Problem“, meinte der verletzte Rechtsaußen Fabian Froese, der den beruflich abwesenden Spielertrainer Patrick Möller vertrat. „Uns fehlt das letzte Quäntchen Konzentration, die Power und auch die Erfahrung“, glaubt Froese, der trotz der „zu hohen Niederlage“ durchaus zufrieden sein konnte. „Jan Wilhelm hat eine richtig gute Rolle gespielt und Fabian Kiehn und Torge Ramm ebenso. Marco Schmitt hat außerdem eine Bombenabwehr gespielt. Es war wirklich gut zu sehen, wie es bei uns klappen kann“, so Froese. Bis zum 17:17 (39.) verlief die Partie ausgeglichen, ehe Kronshagen so richtig auf Betriebstemperatur kam. Fröse: „Dann knirschte es im Spiel. Es fehlte die Luft und damit litt auch die Konzentration. Wir waren einfach nicht mehr so bei der Sache. Mit Patrick Möller auf dem Feld hätten wir vielleicht einen Punkt mitnehmen können, aber so bleibt, dass wir insgesamt zufrieden sein können, auch wenn wir verloren haben.“

Büdelsdorfer TSV: Martensen, Bednarski – Wilhelm (2), Ramm (4), Mees (1), Kiehn (4), Skrzypczak (2), Schmitt (1), Schulz, Ewert (8/5), Bittrich (3).

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