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Landeszeitung

03. Dezember 2016 | 03:32 Uhr

Llambi-Suche Schorn-Stein Polit-Tempo

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Ein guter Reporter muss zielstrebig und hartnäckig sein. Unser 17-jähriger Praktikant Jannik Wortmann hat am Dienstag unter Beweis gestellt, dass er diesen Anforderungen genügt. Es begann mit dem Hinweis einer Leserin, dass Joachim Llambi für die Sendung „Mario Barth deckt auf“ am Kanal unterwegs war, um einen Beitrag über die Tunnelsanierung zu drehen. Wir beauftragten unseren Kollegen Wortmann, Llambi ausfindig zu machen. Damit begann eine Odyssee. Jannik fuhr mit dem Rad zum Fußgängertunnel, war erst auf der Nordseite, anschließend auf der Südseite. Von Llambi keine Spur. Es ging weiter zur Hochbrücke und zur Ersatzfähre. Alles Fehlschläge. Doch plötzlich erhielt er über Facebook den Tipp, dass der Gesuchte an der Tankstelle auf der südlichen Kanaltunnelseite drehen würde. Also radelte Jannik dort hin. Aus der Ferne sah er das Fernsehteam. Dann gab es kein Halten mehr. Auf Schleichwegen sowie an einer Schranke vorbei kam unser Praktikant den RTL-Leuten immer näher – und traf auf einen gutgelaunten Joachim Llambi, der sich gern für die Landeszeitung fotografieren ließ. Gut gemacht, Jannik. Der Beitrag über Llambis Dreharbeiten war auf www.shz.de/landeszeitung der meistgeklickte der Woche.

Heiße Luft wird von Standheizungen und Haartrocknern produziert. Und manchmal von städtischen Gremien. So wie am Donnerstag im Senat. Fachbereichsleiter Frank Thomsen legte den aktuellen Tätigkeitsbericht der Entwicklungsagentur für den Wirtschaftsraum Rendsburg vor. Viel Neues gab es nicht. Die folgende Diskussion war ebenfalls wenig ergiebig. Es gipfelte wieder darin, dass man sich uneinig war, überhaupt nicht klar ist, wohin die Reise geht, und Bürgermeister Pierre Gilgenast am Ende wieder allen Recht gab. Der Ratssaal braucht endlich einen Schornstein. Damit die heiße Luft abziehen kann.

Wenn auch nichts Konkretes bei der Sitzung herauskam (außer dass man Beschlüsse anderer Gremien bestätigte), so drückte wenigstens einer ständig auf die Tube, und das war der Senatsvorsitzende Helge Hinz (Soziales Rendsburg). Ruckzuck arbeitete er die Tagesordnungspunkte ab. Wenn Hinz einen Beschlussvorschlag zur Abstimmung aufrief und sich nicht binnen zwei Sekunden jemand zu Wort meldete, betrachtete er dies als einstimmigen Beschluss – natürlich in seinem Sinne. Das Gute daran: Der öffentliche Teil der Sitzung, immerhin 19 Tagesordnungspunkte, dauerte nur 40 Minuten.

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erstellt am 30.Sep.2016 | 11:44 Uhr

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