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Landeszeitung

11. Dezember 2016 | 03:19 Uhr

Feierlich und familiär : Lauritz Schoof trägt Olympia-Glanz nach Rendsburg

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Gewinner der Spiele von Rio und London verewigt sich im Goldenen Buch der Stadt.

Die beiden Goldmedaillen klimpern an seiner Brust, als Olympiasieger Lauritz Schoof gestern gegen 17.30 von seinem Stuhl im Senatssaal des Alten Rathauses aufsteht, um sich in das Goldene Buch der Stadt einzutragen. Beim durchblättern des dicken Wälzers lässt er sich Zeit, um zu schauen, in wessen Gesellschaft er sich da verewigt. Eines hat er aber Altkanzler Gerhard Schröder und dem ehemaligen Prinzen und heutigen König Willem Alexander der Niederlande voraus: „Es ist mindestens ihr dritter Eintrag“, sagt Bürgermeister Pierre Gilgenast.

Feierlich und familiär zugleich ist der Empfang, den Rendsburg dem Olympiasieger Lauritz Schoof bereitet hat. „Wir sind super stolz auf dich“, sagt etwa Florian Berndt, zweiter Vorsitzender des Rendsburger Rudervereins (RRV) . „Und wir freuen uns, dass du weiterhin bei nationalen Rennen für uns an den Start gehst.“ Der Goldmedaillengewinner von Rio 2016 und London 2012 ist nämlich immer noch Mitglied im RRV. Er gibt die tiefempfundene Dankbarkeit an Florian Berndt und dessen Vater Wolfgang zurück. „Die beiden haben mich als Schüler gefragt, wie es sportlich weitergehen soll. Damit haben sie bei mir etwas losgetreten, ohne das ich heute nicht hier sitzen würde“, sagt Schoof und erinnert daran, wo seine Karriere begonnen hat: „Man braucht Unterstützer, und ich bin so dermaßen froh, dass ich diese Unterstützung in Rendsburg bekommen habe.“

Vollkommen unbehelligt geht der ganze Tross danach zu Fuß vom Alten Rathaus durch die Altstadt zur Sparkasse – auch die ein Förderer Schoofs – , wo bereits der nächste Empfang auf den Olympioniken wartet. Buchstäblich wartet, denn während die Nachwuchssportler des RRV mit ihren Rudern in der Halle der Sparkasse Spalier stehen, nimmt sich Schoof vor dem Gebäude noch die Zeit, um mit ein paar alten Bekannten zu plaudern. Das Familiäre gehört eben untrennbar dazu. Hans-Jakob Tiessen, Präsident des Landessportbundes Schleswig-Holstein, begleitet schon lange den Weg Schoofs. Gemeinsam mit dem stellvertretenden sh:z-Chefredakteur Jürgen Muhl hat er den Rendsburger Rudermarathon aus der Taufe gehoben. „Als der Kanal-Cup 2001 zum ersten Mal an den Start ging, war das für dich eine Extra-Motivation“, sagt Tiessen in seiner Laudatio auf Schoof. Und hebt gleich die sporthistorische Bedeutung seines erneuten Goldmedaillen-Gewinns hervor. „Lauritz ist der einzige Schleswig-Holsteiner, der seinen Olympia-Sieg wiederholt hat“, sagt er. Jürgen Muhl hebt die Bedeutung von Schoofs Erfolg für die Stadt am Nord-Ostsee-Kanal hervor: „Keine andere deutsche Stadt in dieser Größenordnung hat einen Doppel-Olympiasieger vorzuweisen“, betont er. Im Interview mit dem stellvertretenden sh:z-Chefredakteur gibt sich Schoof dann schlagfertig. Auf die Frage, ob er beim nächsten SH Netz Cup dabei sein werde, antwortet er: „Auf jeden Fall. Aber ob ich dabei auch in einem Boot sitzen werde, weiß ich noch nicht.“ Denn zunächst steht wieder sein Medizin-Studium im Vordergrund.  

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erstellt am 24.Aug.2016 | 13:00 Uhr

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