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Landeszeitung

03. Dezember 2016 | 14:48 Uhr

Legosteine : Kino, Kirche, Kaufhaus: Schacht-Audorfer baut Lego-Stadt in der Gartenlaube

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Stefan Precht hat eine Leidenschaft: Legosteine. Auf zwölf Quadratmetern schafft er damit Szenen aus dem Alltag.

Schacht-Audorf | Viele kleine Menschen zwischen vielen kleinen Häusern. Alles maßstabsgetreu und mit viel Liebe zusammengesteckt. Stefan Prechts Lego-Stadt hat alles zu bieten. Ob Kino, Kirche oder Kaufhaus, den Bewohnern von „Prechthausen“ mangelt es an nichts. Auf zwölf Quadratmetern tummeln sich die kleinen Figuren, in liebevoll drapierten Szenen aus dem Alltag. Da sind der Fensterputzer und der Postbote, ein Hochzeitspaar und ein Popcornverkäufer. Insgesamt 450.000 Steine sind in dem kleinen Schuppen zusammengesteckt.

Genau wie im echten Leben: Zu „Prechthausen“ gehört natürlich auch eine aktive Feuerwehr, die im Notfall ausrücken kann.
Genau wie im echten Leben: Zu „Prechthausen“ gehört natürlich auch eine aktive Feuerwehr, die im Notfall ausrücken kann. Foto: bambenek (5)
 

Angefangen hat alles schon im Kleinkindalter. „Meine Eltern probierten alles an mir aus“, sagt Precht. „Von Playmobil über Fischertechnik bis hin zum Lego.“ An Lego reizte ihn schon damals die große Vielfalt der Modelle. „Hinzu kommt, dass man relativ leicht eigene Ideen umsetzen kann. Man ist nicht auf die Modellpalette begrenzt“, so der 45-Jährige. Mit groß angelegten Lego-Bauten beschäftigt sich Precht seit dem Umzug in das neue Haus. „Mit dem Platz kam auch das Hobby zurück“, so der gebürtige Niedersachse. „In der Wohnung stand mal hier und mal da ein kleines Modell. Aber ehrlich gesagt ist es da nur zugestaubt und hat meine Mitbewohner genervt.“ Jetzt haben seine Modelle in ihrer eigenen Stadt genügend Platz.

Die Miniaturwelt kommt aber nicht nur bei Precht selber gut an. Bei seiner letzten großen Geburtstagsfeier verschwanden gegen Mitternacht immer mehr seiner Gäste im Schuppen. „Die Männer spielten da mit meiner Lego-Eisenbahn und die Frauen bauten mit herumliegenden Steinen drauf los“, lächelt der Lego-Enthusiast.

Detaillierte Fassaden zeichnen viele Gebäude aus, Fensterputzer inklusive.
Detaillierte Fassaden zeichnen viele Gebäude aus, Fensterputzer inklusive.
 

Besonders stolz ist Precht auf einen Sakralbau, dessen Turm die anderen Häuserdächer in Prechthausen überragt. „Die Kirche habe ich selbst gebaut. Das ist also kein fertiges Modell mit Bauplan gewesen. Da habe ich ausprobiert und wieder abgerissen, ausprobiert, abgerissen. Das hat schon eine Weile gedauert.“ Insgesamt baute Precht zwei Jahre lang an der Stadt aus Lego-Steinen.

Sein größter Bautraum blieb bis jetzt allerdings noch unerfüllt. „Ich würde gerne die Rendsburger Kanalbrücke nachbauen. Mit Anstieg, Lok und allem drum und dran“, verrät der Hobby-Architekt. „Dazu bräuchte ich aber viel mehr Platz. Allein der Anlauf der Lok müsste sechs Meter lang sein.“ Bis Precht so viel Platz zur Verfügung hat, möchte er erst einmal sein Prechthausen perfektionieren.

Die meisten Autos kommen aus den 80er Jahren.
Die meisten Autos kommen aus den 80er Jahren.
 

In seiner eigenen kleinen Stadt vereint Precht altes und neues, wie im echten Leben. „Die Straßen kommen aus den 80er Jahren. Die meisten Häuser und Autos sind Modelle, die nach 2008 produziert wurden“, so der Hildesheimer. Prechthausen ist ein gutes Beispiel dafür, wie sich die Legowelt verändert hat. „Die Modelle sind heute viel filigraner und kleinteiliger als man im ersten Moment denken würde. Lego ist eben nicht nur Kinderspielzeug.“

Selbst ein Hochzeitspaar ist zwischen den Steinen versteckt.
Selbst ein Hochzeitspaar ist zwischen den Steinen versteckt.
 

Trotz seiner Liebe zu den einzelnen Steinen scheut Precht sich nicht davor, auch mal das eine oder andere Teil auszurangieren. „Der reizvollste am Lego ist ja das Erschaffen neuer Dinge. Wenn dafür kein Platz mehr ist, müssen ältere Bauten eben auch einmal weichen.“

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erstellt am 24.Sep.2016 | 06:00 Uhr

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