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Landeszeitung

08. Dezember 2016 | 19:18 Uhr

Kindertraum – einmal Tierpfleger sein

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Noch freie Plätze im Herbstferienprogramm der Arche Warder / Mädchen und Jungen füttern und lernen etwas über die nützliche Rassen

Auf du und du mit Huhn, Schaf, Schwein und Esel: Das Herbstferienprogramm in der Arche Warder hält für die teilnehmenden Kinder außergewöhnliche Tier-Erlebnisse bereit. Bei einer Futtertour durch den Tierpark lernen die Mädchen und Jungen die bedrohten Haustierrassen und deren besondere Merkmale kennen. Nachmittags wird im Steinzeitdorf gebastelt und zum Abschluss in der Kletter-Spiel-Arche getobt. Freie Plätze gibt es noch für alle Ferientage bis Freitag. Anmeldungen sind unter Telefon 04329/91340 möglich.

„Wir haben hier in der Arche Warder ganz viele Tiere, von denen es nur noch ganz wenige gibt.“ Kurz und bündig, kindgerecht, aber trotzdem ziemlich präzise erläuterte Praktikant Svante Haarssen das Konzept der Arche Warder, als die Ferienkinder an der ersten Station der Futtertour angelangt waren: am Teich der Turopolje-Schweine. Alle bedrohten Nutztierrassen, die in der Arche Warder zu Hause sind, waren größtenteils noch bis in die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts sehr beliebt und absolut ungefährdet, ehe ihnen profitablere Hochleistungsrassen den Rang abliefen. Schon bei Kindern ein Bewusstsein für die schützenswerten Qualitäten aus der Mode gekommener Nutztierrassen zu wecken, ist ein nicht unwesentlicher Nebeneffekt des Ferienprogramms. „Es ist wichtig, dass man diese Tiere erhält, denn die sind super-robust und bleiben auch draußen bei Wind und Wetter immer gesund“, erklärte Haarsen den Mädchen und Jungen, „diese Tiere sind sehr, sehr selbstständig und suchen sich ihr Futter selbst.“ Wie eine wirklich artgerechte Haltung selten gewordener Nutztiere aussieht, wird in der Arche Warder auf vorbildliche Art und Weise vorgeführt. „Die Gehege sind sehr groß, damit sich jedes Tier wohlfühlt“, vermerkte Praktikantin Jana Nemitz und wies auf besondere Wellness-Angebote des „Schweinelands“ der Arche Warder hin: „Da gibt es viele Suhlen, wo die Tiere im Matsch spielen können.“ Klar, dass das Praktikanten-Duo die Kinder bei der Futtertour auch auf die besonderen Merkmale der einzelnen Rassen hinwies. „Da, wo die Turopolje-Schweine wohnen – in den Save-Auen in Kroatien –, ist es dauernd überschwemmt“, berichtete Haarsen, „deshalb ist es gut, dass diese Schweine schwimmen können – und die können nicht nur schwimmen, sondern auch tauchen.“

Eine halbe Stunde später waren die Nachwuchs-Tierpfleger bei den kleinwüchsigen Ouessantschafen angelangt. „Diese Tiere kommen ursprünglich von einer Insel, wo es immer windig und kalt war“, sagte Jana Nemitz, „um besser vor dem kalten Wind geschützt zu sein, sind die Ouessantschafe so klein.“ Zu den Tierrassen am Wegesrand, die bei der Futtertour nicht angesteuert wurden, gab es ebenfalls allgemeine Erläuterungen oder auch aktuelle Neuigkeiten. „Das da hinten sind unsere Wasserbüffel, und die haben gerade ein Kälbchen“, erzählte Jana Nemitz den Ferienkindern, „die Büffelmama und der Büffelpapa sind so alt, dass es eine Überraschung war, dass die beiden noch Nachwuchs bekommen haben – und darum hat das Kalb den Namen ‚Uppsala‘ erhalten.“

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