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Landeszeitung

07. Dezember 2016 | 21:21 Uhr

Ausflug im Obereiderhafen : Kieler Delfin schwimmt beim Rudertraining in Rendsburg mit

vom

Überraschung in Rendsburg: Beim Jugendtraining des Rudervereins machte spontan der Kieler Delfin mit.

Rendsburg | Dieses Training werden die Jugendlichen des Rendsburger Rudervereins nicht so schnell vergessen. Am Sonntagmorgen gesellte sich im Obereiderhafen der Delfin zu ihnen, der bereits in Kiel und im Kanal für Aufsehen sorgte. Trainerin Jessica Liebe gelang es, einige Bilder von dem Tier zu machen. „Das Tier ist mehrfach unter den Booten durchgeschwommen und hat sie mit der Schnauze angestupst“, sagt Ruderer Florian Berndt.

Der Delfin spielte mit den Ruderbooten.
Der Delfin spielte mit den Ruderbooten.
 

Seit dem 2. Oktober hielt sich der Tümmler auch immer wieder vor Eckernförde auf. Vorher war das Tier bereits in Kiel aufgetaucht und sorgte dort für eine Delfin-Euphorie. Gleichzeitig warnten Experten davor, mit den Tieren schwimmen zu gehen.

Das Tier sucht gezielt die Nähe zu Menschen. Viele Leser haben Fotos und Videos des Tümmlers gemacht. Eine der Beobachterinnen war Janine Ruser. Sie filmte den Delfin vom Eckernförder Strand aus:

Tauchlehrer Thorsten Peuster und sein Kollegen Philipp Hoy wurden von dem Delfin schon in zwei Metern Wassertiefe begrüßt.

Ein fester Wohnort werden Kanal und Obereider für das Tier aber wahrscheinlich nicht. Dass sich Große Tümmler in der Ostsee ansiedeln könnten, halten Experten aber nicht für ausgeschlossen. Meeresbiologen des Deutschen Meeresmuseums sehen durchaus durchaus Chancen, dass er die Ostsee als Lebensraum langfristig annehmen kann - auch, weil anscheinend die Population in der Nordsee wächst. „Der Große Tümmler ist sehr standorttreu“, sagt der Walforscher Benke. Mit Dorschen und Heringen gebe es in der Ostsee ausreichend Nahrung.

In den vergangenen Jahren gab es mehr Sichtungen von Großwalen und Delfinen in der Ostsee als zuvor. Dies könne aber mit den verbesserten Meldesystemen zusammenhängen. So hat das Meeresmuseum eine App entwickelt, mit der noch vom Boot aus jedes Tier gemeldet werden kann. Zudem gibt es inzwischen Handyvideos, die in sozialen Netzwerken weite Verbreitung finden. Auch das kann den Eindruck entstehen lassen, es seien mehr Tiere unterwegs.

 
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erstellt am 23.Okt.2016 | 15:53 Uhr

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