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Landeszeitung

02. Dezember 2016 | 19:07 Uhr

Ersatzfähre Rendsburg : Kein Fahrgast-Anstieg durch neue Anleger

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Die Personenfähre „Falckenstein“ pendelt seit gestern auf veränderter Route über den Kanal zwischen Rendsburg und Osterrönfeld. Sogar ein Anleger wurde dafür gebaut – doch viele Schüler nutzen weiter den Fußgängertunnel.

Die Ersatzfähre „Falckenstein“ fuhr gestern erstmals auf einer neuen Route, die näher an der Eisenbahnhochbrücke liegt, über den Nord-Ostsee-Kanal. 65 Fußgänger und 120 Radfahrer nutzen sie zwischen 7 und 15 Uhr. Damit lag die Ausnutzung in etwa so hoch wie auf der bisher gefahrenen Strecke im Bereich des Fußgängertunnels.

An der Südseite macht die Fähre östlich des Schwerlasthafens fest. Gegenüber befindet sich der Anleger östlich des Kreishafens. Dort, wo die Ruderer des SH Netz Cups ihre Boote verlassen, hat die Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung (WSA) in der vergangenen Woche einen Zugang gebaut. Von dem Parkplatz an der Hochbrücke führt ein 20 Meter langer Kiesweg, der mit einem Holzgeländer versehen ist, schräg hinunter zum Kai.

14 Radfahrer, überwiegend Schüler aus Osterrönfeld, waren bei der ersten Überfahrt von Süd nach Nord an Bord. Die zweite Passage nutzten 15 Passagiere. „Ungefähr so viele wie auf der bisherigen Strecke“, meinte der Decksmann der Ersatzfähre am Mittag. Diese Anlegestellen lagen kurz vor dem Fußgängertunnel und damit weiter entfernt von der Eisenbahnhochbrücke und der früher auf dieser Höhe verkehrenden Schwebefähre.

Diese Strecke, die von Juni an in Betrieb war, wurde im Schnitt von 250 Passagieren täglich genutzt. Im Vergleich dazu fuhren etwa 1700 Passagiere täglich mit der Schwebefähre. Dass die Fährstrecke am Fußgängertunnel so wenig genutzt wurde, liegt nach Ansicht von Kritikern daran, dass die Route zu weit von der Hochbrücke entfernt ist.

Welche Folgerungen zieht die Kanalverwaltung daraus, dass auch die neuen Anlegestellen nicht mehr Passagiere anziehen? „Wir schauen uns das erst einmal über die Woche an“, sagte Matthias Wisser vom WSA. „Die neue Strecke muss sich unter den Schülern herumsprechen.“ Bisher sehe es so aus, als habe sich durch die neuen Anlegestellen nichts Gravierendes an der Nutzung der Fähre geändert.

Den im Durchschnitt gezählten 250 Fährnutzern stehen in dieser Zeit rund 2500 Radfahrer und Fußgänger gegenüber, die den Kanaltunnel nutzen. Allein in der halben Stunde vor Unterrichtsbeginn an den Rendsburger Schulen würden 700 Radfahrer und Fußgänger im Tunnel gezählt, sagte Visser.

„Ich fahre durch den Tunnel, weil der Weg schneller ist“, sagte ein 16-jähriger Schüler aus Osterrönfeld. „Wenn die Fähre nicht gerade am Anleger liegt, wenn ich komme, dauert es ganz schön lange.“ „Durch den Fußgängertunnel bin ich schneller“, meinte ein 15-jähriger Herderschüler.

„Ich bin immer so gerne mit der Schwebefähre gefahren, deshalb nehme ich jetzt auch manchmal die Ersatzfähre“, berichtete eine ältere Frau, die in Osterrönfeld nahe der Eisenbahnhochbrücke wohnt. Allerdings sei es ihr zu beschwerlich, mit dem Rad über die Rampe auf die Fähre zu kommen. Glücklicherweise half ihr der freundliche Decksmann.

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