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Landeszeitung

11. Dezember 2016 | 05:22 Uhr

Oströhre und Weströhre : Kanaltunnel Rendsburg: Freitagnacht gesperrt, dann vierspurig freie Fahrt

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Nach über vier Jahren Bauzeit werden erstmals beide Röhren wieder geöffnet - ab 5 Uhr am Sonnabend.

Rendsburg | Am frühen Sonnabendmorgen ist es endlich soweit: Ab spätestens fünf Uhr werden beide Röhren des Kanaltunnels geöffnet. Mehr als vier Jahre lang mussten sich Autofahrer mit Sperrungen und Staus herumärgern. Bis Anfang des nächsten Jahres soll das Warten an der Dauerbaustelle erst einmal der Vergangenheit angehören.

Stau und Stress: Die jahrelange Sanierung des Kanaltunnels ist für Anwohner, Pendler und die Wirtschaft ein großes Ärgernis. Obwohl die Oströhre von außen fertig aussah und keine  Bauarbeiter zu sehen waren, war sie für den Verkehr geschlossen. Im Juli 2016 machten ein Auto- und ein Motorradfahrer von sich Reden: Sie fuhren trotz Sperrung durch die Röhre und filmten sich dabei.

Seit Ende Juli 2012 zieren Absperrbaken die Tunneleinfahrten. In der Nacht von Freitag auf Sonnabend werden sie entfernt. Von 21 bis 5 Uhr wird die B77 im Bereich des Kanaltunnels voll gesperrt sein, damit alle Vorkehrungen für die Öffnung beider Röhren getroffen werden können. Da die Sanierung der Weströhre noch aussteht, ist die Freude über die baustellenfreie Kanalunterführung aber nicht von Dauer.

Wie lange die vier Spuren wirklich befahrbar sein werden, sei noch nicht zu hundert Prozent geklärt, sagte Sönke Meesenburg von der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung. Der Leiter der Planungsgruppe für den Ausbau des Nord-Ostsee-Kanals erklärte: „Wir rechnen bei der Weströhre nicht vor Anfang 2017 mit einem Baubeginn. An der Terminfindung sind viele Parteien beteiligt. Ein Abschluss der Verhandlungen ist im Moment noch nicht in Sicht.“ So müssten nicht nur die zuständigen Baufirmen in die Gespräche mit einbezogen werden. Auch das Bundesverkehrsministerium in Berlin sei an der weiteren Planung beteiligt.

Die Inbetriebnahme des angekündigten Radioempfangs soll sich aber nicht weiter nach hinten verschieben. „Laut meinen Informationen ist der durchgängige Empfang immer noch für Anfang November geplant“, so Meesenburg. Neue Absprachen habe man in dieser Hinsicht noch nicht getroffen.

Erfreuliches gibt es von der Höhenkontrolle, die noch zu Beginn des Monats häufig ausgelöst wurde, zu berichten. Laut Polizeisprecher Sönke Hinrichs ist die Zahl der Auslösungen stark zurückgegangen. „Am Donnerstag wurde die Kontrolle zwar zwei Mal aktiv, aber das waren nur kleinere Geschichten“, sagte Hinrichs. Einer der Fahrer hatte vergessen, die obere Plane seines Lastwagens einzurollen. Beim zweiten Fall wurde ein ausfahrbares Dach vor der Tunneldurchfahrt nicht in die ursprüngliche Stellung zurückgebracht. „Alles in allem löst die Höhenkontrolle aber deutlich seltener aus. Inzwischen gehören diese Fälle eher zur Ausnahme.“

Autofahrer können die Vollsperrung am Wochenende über die Rader Hochbrücke (A  7) umgehen oder den Nord-Ostsee-Kanal mit Hilfe der Fähre in Schacht-Audorf überqueren.

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erstellt am 27.Okt.2016 | 17:30 Uhr

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