zur Navigation springen

Landeszeitung

08. Dezember 2016 | 23:08 Uhr

Handball-SH-Liga der Männer : HSG Eider Harde fegt den TuS Lübeck aus der Halle

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Die HSG Eider Harde hat in der Handball-SH-Liga der Männer einen perfekten Saisonstart hingelegt. Nach dem 44:25 zum Auftakt beim Büdelsdorfer TSV fertigte die Mannschaft von Trainer Matthias Hinrichsen auch Oberliga-Absteiger und Titelfavorit TuS Lübeck ab.

Die HSG Eider Harde hat in der Handball-SH-Liga der Männer einen perfekten Saisonstart hingelegt. Nach dem 44:25 zum Auftakt beim Büdelsdorfer TSV fertigte die Mannschaft von Trainer Matthias Hinrichsen auch Oberliga-Absteiger und Titelfavorit TuS Lübeck ab. In eigener Halle gewann die HSG mit 36:28 (16:14) und bleibt damit an der Spitze der Tabelle. Der BTSV bekam hingegen erneut die Grenzen aufgezeigt. Bei der HSG Nord-NF unterlag der Aufsteiger mit 24:32 (9:15). Auch der TSV Alt Duvenstedt kassierte mit dem 22:28 (13:13) beim Bredstedter TSV bereits seine zweite Niederlage.

HSG Eider Harde – TuS Lübeck 36:28 (16:14)

HSG-Trainer Matthias Hinrichsen wollte weder den Sieg noch den überragenden Saisonstart überbewertet wissen: „Es waren viele positive Dinge dabei, aber auch wieder viele negative. Das Spiel war sicher gut und niveauvoller als eine Woche zuvor, aber wir sind leistungsmäßig noch nicht da, wo wir sein könnten.“ Sein Team hat mit den zwei Siegen eine kräftige Duftmarke in der Liga gesetzt. Zu einer ehrlichen Spielanalyse gehört aber auch, dass der TuS an diesem Tag nicht im Vollbegriff seiner Kräfte angetreten war. Es fehlte der Stamm-Torhüter sowie zwei Leistungsträger im Rückraum. In der ersten Hälfte konnten die Gäste die Ausfälle noch kompensieren. Nach dem Seitenwechsel setzte sich der breitere Kader der Gastgeber durch. Schritt für Schritt bauten die Hausherren ihren Vorsprung aus. Die höchste Führung: 33:23 in der 55. Minute. Hinrichsen: „Im zweiten Durchgang haben wir uns klar gesteigert.“ Der Coach, der seinem Team im Vorfeld der Begegnung die Außenseiterrolle zuschusterte, lobte die mannschaftlich geschlossene Vorstellung, bei der ihm besonders Eike Möller mit seinen sieben Toren auffiel. Aber auch Kapitän Jörg Gosch mit erneut zwölf Buden und Steffen Oeltjen, der in Büdelsdorf noch gefehlt hatte, mit acht Treffern blühen derzeit richtig auf. „Es macht echt Spaß, in Hohn Trainer zu sein. Die Jungs ziehen gut mit“, so Hinrichsen.

HSG Eider Harde: Dobratz, Severin – Gosch (12/4), Henrich (1), Möller (7), Claußen (1), Oettershagen (2), Hohnsbehn (1), Petersen, Weigmann, Bartsch, Greve (3), Oeltjen (8), Ketelsen (1).


HSG NOrd-NF – Büdelsdorfer TSV 32:24 (15:9)

Trotz der ernüchternden Pleite beim Mitaufsteiger HSG Nord-NF blieb BTSV-Trainer Patrick Möller nach dem Abpfiff entspannt und wollte den Fehlstart mit zwei hohen Niederlagen nicht dramatisieren: „Eigentlich haben wir heute ein gutes Spiel gezeigt, auch wenn es das Ergebnis überhaupt nicht widerspiegelt. Es ist paradox, aber wir können spielerisch zufrieden sein.“ Mit spielerisch meint er, dass die Angriffe des BTSV oft in guten Wurfmöglichkeiten mündeten. Nur dann muss der Ball halt rein – und da waren die Büdelsdorfer viel zu ineffektiv. „Ich allein hatte Chancen für vier Spiele“, ärgerte sich Möller. Seine Selbstkritik steht aber für die ganze Mannschaft. Nicht weniger oft scheiterte Fabian Froese von Rechtsaußen trotz seiner sechs Tore, und auch die anderen Akteure glänzten nicht durch gute Trefferquoten. Und noch etwas ganz Entscheidendes funktionierte beim BTSV nicht gut. Die Abwehr schaffte es einfach nicht, NF-Kreisläufer Jonas Jürgensen in den Griff zu bekommen, der immer wieder durch die Rückraumspieler Christopher Barth und Oliver Petersen in Szene gesetzt wurde. Acht Treffer markierte Jürgensen, zudem war der Kreisläufer oft nur auf Kosten von Strafwürfen und Zeitstrafen am Torwurf zu hindern. „Unserer Ansicht nach hat er meistens Stürmerfouls begangen, die wurden aber nicht gepfiffen“, beschwerte sich Möller, „trotzdem müssen wir da besser stehen und die Anspiele verhindern.“ Das 1:0, 9:5 und 12:9 (26.) gingen auf Jürgensens Konto, ebenso das 16:10 und 21:13 (40.). Diese fünf seiner acht Tore zeigen den Spielverlauf. Im Grunde war es nie spannend und Nord-NF zog nach und nach davon, ohne dass Büdelsdorf auch nur einmal einigermaßen aufholen konnte. Letztendlich konnte so gerade eine erneute zweistellige Niederlage verhindert werden, obwohl die Gastgeber zwischenzeitlich mit zehn Toren führten (30:20, 55.). „Wir wussten vorher, was mit der neuen Liga auf uns zukommt. Wir müssen noch eingespielter werden und besser mit den Chancen umgehen. Dann werden wir unsere Punkte sammeln“, bleibt Möller optimistisch.

Büdelsdorfer TSV: Martensen – Mees (2), Froese (6/1), Möller (4/1), J. Wilhelm, Ramm (2), Bednarski (1), G. Wilhelm, Carstens (1), Skrzypczak (4), Schmitt (1), Kiehn (1/1), Ewert (3/2), Bittrich (1).

Bredstedter TSV – TSV Alt Duvenstedt 28:22 (13:13)

Spiele am späten Sonntagnachmittag mögen die wenigsten Handballer. Die Akteure des TSV Alt Duvenstedt zählen dazu. Und der Sonntagsausflug zum Bredstedter TSV hat sich für die Schützlinge von Trainer Thomas Carstensen auch nicht gelohnt. Bei den Gästen machte sich vor allem das Fehlen von Spielmacher Sven Karsten, der kurzfristig ausfiel, negativ bemerkbar. Zunächst verlief die Partie sehr ausgeglichen, auch wenn Alt Duvenstedt nicht ein einziges Mal in Führung lag. So ging es mit einem 13:13 in die Kabinen. Die Halbzeitpause bekam den Alt Duvenstedtern aber offenbar nicht gut, schnell ging der Bredstedter TSV mit 16:13 in Führung. Als Johannes Wommelsdorf dann den Anschluss mit 19:18 (49.) herstellte, keimte noch einmal etwas Hoffnung, doch Bredstedt ließ die Antwort folgen und erhöhte innerhalb von fünf Minuten auf 23:18. Alt Duvenstedts Coach Thomas Carstensen griff zur Timeout-Karte, doch eine erneute Aufholjagd gelang danach nicht mehr. Die Partie endete mit 28:22 für Bredstedt. „Wir dürfen uns nach dem 19:18 einfach nicht so hängen lassen. Darüber müssen wir am Dienstag noch einmal sprechen. Letztendlich können wir für die Niederlage viele Gründe anführen: gutes Wetter, Sonntagabend, Auswärtsspiel. Die Hauptursache ist allerdings, dass wir die Chancen nicht genutzt haben und gedanklich oft noch mit der schlecht gelaufenen Aktion hadern statt umzuschalten“, so Carstensen. Nun muss der TSV Alt Duvenstedt das Feld von hinten aufrollen. Gemeinsam mit dem Büdelsdorfer TSV und der HSG Tarp/Wanderup ist der TSV eine der Mannschaften, die nach zwei Spieltagen 0:4 Punkte aufweist. „In der nächsten Woche gegen Marne gibt es dann keine Ausreden mehr, da müssen wir funktionieren und gewinnen“, fordert Carstensen. Und dann wird zumindest auch wieder am Sonnabend gespielt.

TSV Alt Duvenstedt: Siedenburg, Klapdor, Fendt – Frahm (3), Müller (1), Eichstädt (4), Maukel (1), Höpfner, Küch (4/2), Schroedter, Wommelsdorf (5), Nehls (3), Kock (1).

Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen