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Landeszeitung

06. Dezember 2016 | 22:57 Uhr

Fockbek : Hohn wehrt sich gegen Fockbeks Supermarkt-Pläne

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Bürgermeister Jürgen Kuhrt will Aldi- und Edeka-Erweiterung verhindern.

Zähes Ringen um die geplante Erweiterung der Aldi- und Edeka-Märkte in Fockbek. Edeka hat derzeit eine Grundfläche von rund 1300 Quadratmetern und will auf 1800 Quadratmeter vergrößern. Aldi soll von 800 auf 1000 Quadratmeter wachsen. „Beide sind über 20 Jahre alt, eine bauliche Erweiterung ist nicht mehr möglich“, sagt Fockbeks Bürgermeister Holger Diehr. Seit der Einweihung der Märkte seien andere Gebäude an das Gelände herangewachsen. Seit vergangenem Herbst ist klar, dass beide deshalb gemeinsam an die Buchenstraße umziehen wollen, rund 150 Meter von den jetzigen Gebäuden entfernt. Für die Fockbeker ändert sich also nicht viel.

Die Gemeinde Hohn ist damit allerdings gar nicht einverstanden. „Durch die Erweiterung werden Umsätze aus Hohn abgezogen, die dem lokalen Einzelhandel dann nicht mehr zur Verfügung stehen“, sagt Hohns Bürgermeister Jürgen Kuhrt. Dessen jetzt schon schwierige Situation würde sich weiter zuspitzen. „Wir versuchen derzeit, einen Kompromiss mit Fockbek auszuhandeln.“ Wie der Aussehen könnte, dazu will sich Kuhrt noch nicht äußern. „Es gibt drei oder vier verschiedene Modelle, die aber alle noch nicht spruchreif sind.“ Dass es Gespräche zwischen den Gemeinden gegeben habe, bestätigt auch Holger Diehr. Bisher verliefen die allerdings ohne Ergebnis. Ob es zu einem Kompromiss kommen wird, ist fraglich. „Die Planung ist abgeschlossen, wir stehen vor dem Satzungsbeschluss“, sagt Bürgermeister Diehr. Der würde theoretisch am 4. Oktober erfolgen. Ursprünglich sollte schon vor der sommerpause über das Projekt entschieden werden. „Die Entscheidungsgewalt bei Einzelhandelsprojekten in dieser Größenordnung liegt ohnehin beim Land“, versucht Diehr zu beschwichtigen. Jürgen Kuhrt hält dagegen: „Wenn wir uns nicht einigen können, wird es ein Verfahren vor dem Verwaltungsgericht geben“, sagt er. Absehbare Folge: Ein möglicher Eröffnungstermin für die Märkte rückt in weite Ferne. Im September 2015 noch hoffte Jörg Menking, bei der Edeka Handelsgesellschaft Nord zuständig für die Standortsicherung, bis Weihnachten 2016 die neue Filiale eröffnen zu können. Christian Voiges, Leiter der Immobilienentwicklung bei Aldi Nord, macht klar, dass sein Unternehmen an dem Projekt festhält. „Wir wollen es unbedingt umsetzen. Deshalb hoffen wir, dass es noch einen Kompromiss geben wird.“ Ein Vertreter des Hohner Einzelhandels wollte sich gestern mit Rücksicht auf die Verhandlungen zwischen den Gemeinden nicht äußern.

 

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erstellt am 03.Aug.2016 | 12:38 Uhr

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