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Landeszeitung

08. Dezember 2016 | 05:19 Uhr

Hohn rüstet sich für eine Zukunft mit Elektroautos

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Hauptausschuss beschließt einstimmig Ladestation / Bau bis Ende des Jahres

Einstimmig und ohne lange zu zögern hat der Hohner Hauptausschuss in seiner Sitzung am Donnerstagabend beschlossen, dass der Ort eine Ladestation für Elektroautos (E-Autos) bekommen soll.

Bis zum Ende des Jahres wird die Säule auf dem Parkplatz gegenüber des Kindergartens „Rappelkiste“ an der Hauptstraße aufgebaut. „Das muss so schnell gehen, weil wir sonst keine Förderung von der Gesellschaft für Energie und Klimaschutz Schleswig-Holstein (EKSH) bekommen würden“, erklärt Bürgermeister Jürgen Kuhrt. Die beläuft sich immerhin auf 50 Prozent der anfallenden Kosten. Der Rendsburger Stromversorger Hansewerk baut die Station auf – insgesamt 10  000 Euro wird das kosten. „5000 Euro bekommen wir dann von der EKSH zurückerstattet“, so Kuhrt.

Der Bürgermeister hält die Entscheidung für einen wichtigen Schritt in Richtung Zukunft. „Wenn es kaum Ladestationen gibt auf dem Land, kauft sich auch keiner ein Elektroauto. Irgendjemand muss ja anfangen, die entsprechende Infrastruktur anzubieten“, sagt der CDU-Politiker. Marco Röschmann, Vorsitzender des örtlichen Hauptausschusses, stimmt dem zu: „Die Entwicklung geht in diese Richtung. Überall gibt es Klimaschutzmanager, und Ressourcen müssen geschont werden. Wir wollen nun ein Zeichen setzen, dass wir dabei helfen, ein flächendeckendes Netz an Ladestationen zu erstellen.“ Er sieht aber auch weitere Vorteile: „Ich glaube, dass die Station einen Imagegewinn für die Gemeinde bedeutet. Außerdem hält im Sommer vielleicht der ein oder andere Tourist auf dem Weg nach Sankt Peter-Ording an, um sein Auto aufzuladen und schaut sich bei der Gelegenheit gleich einmal Hohn an.“

Noch sei Elektromobilität in Hohn kein Thema, Kuhrt und Röschmann sind aber überzeugt, dass die Nachfrage geweckt werden könnte, wenn erst einmal das Angebot der Ladestation besteht. Das Amt Hohner Harde selbst verfügt über ein E-Auto, das auch von der Amtsverwaltung Fockbek genutzt werden kann. An der „Zapfsäule“ der besonderen Art können zwei Fahrzeuge gleichzeitig aufgeladen werden. Die Bezahlung soll per Smartphone-App oder eine sogenannte Mehrwert-SMS über den jeweiligen Mobilfunkanbieter erfolgen. Zum Auftakt könnte Jürgen Kuhrt sich aber auch vorstellen, dass zunächst die Gemeinde die Kosten übernimmt. Darüber sei aber noch nicht entschieden.

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erstellt am 30.Sep.2016 | 10:34 Uhr

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