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Landeszeitung

05. Dezember 2016 | 09:38 Uhr

Kandidaten-Duell : Hinrichs oder Bredenbeck? Büdelsdorf hat die Wahl

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Die beiden Kandidaten um den Chefposten im Rathaus stellten sich rund 150 Bürgern vor. Am 6. November wird der Nachfolger von Jürgen Hein bestimmt.

Entweder ein erfahrener Rathausmitarbeiter mit Wohnsitz Erfde oder ein Bundeswehr-Beamter und Bürger aus dem eigenen Ort auf dem Chefsessel im Rathaus: Büdelsdorf hat am 6.    November die Wahl. Am Donnerstagabend stellten sich die beiden Bürgermeisterkandidaten Rainer Hinrichs (parteilos) und Jochen Bredenbeck (Büdelsdorfer Wählergemeinschaft) öffentlich vor und beantworteten Fragen. Rund 150 Zuhörer waren zum Wahlkampf-Duell in das Regionale Bürgerzentrum gekommen.

Hinrichs setzte vor allem auf seine langjährige Erfahrung in der Verwaltung. Der 50-jährige Diplom-Verwaltungswirt leitet seit Februar 2012 das Bürgermeister- und Stadtvertreterbüro in Büdelsdorf. Er kenne die Prozesse, die Aufgaben und die Stadt genau. „Als Bürgermeister würde ich Verantwortung übernehmen und dafür sorgen, dass sich Büdelsdorf weiter so positiv entwickelt. Die Stadt braucht einen Bürgermeister mit Verwaltungs- und Wirtschaftskompetenz, mit Gestaltungskraft und Gestaltungswillen“, sagte er. Dass er selbst nicht in Büdelsdorf, sondern in Erfde wohnt, sollten die Bürger ihm nachsehen. Schließlich müsse er sich um seine Eltern kümmern, die dort ihr Zuhause haben. „Meinen Einsatz für Büdelsdorf wird das aber nicht schmälern. Ich bin stolz darauf, in dieser Stadt zu arbeiten.“ Unterstützt wird Hinrichs von der SPD, der CDU sowie vom SSW.

Der zweite Kandidat, Jochen Bredenbeck punktete bei den Besuchern durch seine Leichtigkeit und familiäre Verbundenheit. „Kommen Sie doch einfach mal bei mir auf einen Kaffee vorbei. Meine Tür steht immer für Sie offen“, lud der Familienvater die Anwesenden ein. Büdelsdorf kenne er seit 30 Jahren. Einsetzen möchte sich Bredenbeck unter anderem für die Themen Integration, Infrastruktur und Ehrenamt. Noch ist der 56-Jährige Fraktionsvorsitzender der BWG. Sollte er die Wahl gewinnen, wolle er austreten und wie Hinrichs parteilos agieren. Das machte er auf Nachfrage eines Besuchers deutlich.

Bredenbeck arbeitet als Beamter in der Bundeswehrverwaltung in Eckernförde und lebt seit 30 Jahren in Büdelsdorf. Der Moderator der Veranstaltung, Jochen von Allwörden, Geschäftsführer des Städteverbandes Schleswig-Holstein, fühlte den beiden Kandidaten am Abend auf den Zahn. Er wollte von ihnen wissen, ob die Stadt noch größer werden solle. Beide sprachen sich für ein moderates Wachstum aus. „Und wie schaffen Sie es, geeignetes Personal für die Verwaltung zu gewinnen?“ Flexiblere Arbeitszeiten – lautete Bredenbecks Plan. Hinrichs versprach, alles dafür zu tun, damit sich die Mitarbeiter bei ihm wohlfühlten. Auf die Frage, was sie mit fünf Millionen Euro für die Stadt tun würden, gerieten beide ins Überlegen. Während Bredenbeck das Geld in E-Mobilität investieren würde, nannte Hinrichs die Bereiche Kitas und Barrierefreiheit sowie einen Rathausanbau.

„Es liegt an Ihnen. Sie haben es in der Hand. Hier können Sie entscheiden – das ist Demokratie“, forderte von Allwörden die Bürger auf, an die Urne zu gehen. Eine Zuschauerin fasste ihre Meinung so zusammen: Hinrichs habe Heimvorteil, weil er im Rathaus arbeite. Er wäre eine sichere Bank. „Aber warum sollte ein Quereinsteiger diesen Job nicht noch besser machen?“

Gewählt wird am Sonntag, 6. November.

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