zur Navigation springen

Landeszeitung

04. Dezember 2016 | 19:28 Uhr

Büdelsdorf : „Hier geht Qualität vor Quantität“

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Tage der offenen Tür im wiedereröffneten Eisenkunstgussmuseum. Besucher loben die Art der Präsentation und die Gestaltung der Räume.

Mit einem „Wochenende der offenen Tür“ feierte das Eisenkunstgussmuseum in Büdelsdorf nach fünf Jahren seine Wiedereröffnung. Am Sonnabend und Sonntag nutzten zahlreiche Besucher die Möglichkeit, sich bei freiem Eintritt die neu konzipierte Ausstellung in dem umgebauten Gebäude anzuschauen. Wir haben uns unter die Besucher gemischt.

„Total beeindruckt“ zeigte sich Ernst-Dieter Honermeier (74). Als Einzelhändler habe er selbst jahrelang mit Eisen zu tun gehabt, erklärte der ehemalige Inhaber des Geschäfts „Heim und Hobby“. „Es ist schon toll, was die Museumsleute daraus gemacht haben.“ Er habe die alte Ausstellung gekannt und sei von der neuen begeistert, sagte er. „Ich finde das so interessant, das muss jeder gesehen haben.“ Für Büdelsdorf sei das Eisenkunstgussmuseum ein Highlight, das viele Besucher anziehen werde, zeigte er sich überzeugt. „Natursteinplatten als Bodenbelag, eine dezente Farbgebung – die Exponate kommen richtig zur Geltung“, lobte er die Ausstellung. „Hier ist alles gelungen.“

Evelyn Schröder (63) aus Rendsburg war in ihrer Schulzeit schon einmal im Eisenkunstgussmuseum. „Wir haben herumgealbert, denn zu sehen gab es nur Öfen“, erinnert sie sich. Das habe sich bei der neuen Ausstellung geändert. „Es ist beeindruckend, was hier geschaffen wurde. Grandios.“ Besonders angetan zeigte sie sich von den Tierskulpturen. „In Eisenguss habe ich diese bisher nicht gekannt.“ Überrascht war Evelyn Schröder von dem Eisenschmuck. „Dass man Schmuckstücke aus Eisen so filigran herstellen kann, habe ich nicht gewusst.“

Ingeborg Losch aus Eckernförde fährt seit Jahren jeden Tag auf dem Weg zur Arbeit an dem Eisenkunstgussmuseum vorbei, hatte es aber noch nie besucht. „Das Gebäude ist schön, überschaubar und klar. Der Innenhof mit dem alten Baum, der Boden aus Naturstein, die rote Linie als Feuerfluss – einfach schön“, fand die 63-Jährige. Neben den Exponaten war Losch vor allem von dem Film über den Eisenguss angetan. „Es gibt viele Informationen in einem kurzen Zeitraum. Als „interessant und schön“ bezeichnete Waltraud Knodel aus Bredenbek das neu gestaltete Museum. „Stühle und Öfen aus dem Jahr 1900, dass so etwas noch erhalten ist und gezeigt werden kann, ist beeindruckend“, sagte die 76-Jährige. Und auch den Informationsfilm, der die Herstellung eines Tisches in der Gießerei zeigt, fand Knodel gut.

„Hier geht Qualität vor Quantität“, sagte Klaus Marcy aus Rendsburg nach seinem Ausstellungsrundgang. „Klein, aber fein.“ Ihn interessierte die Technik des Eisengusses. Der 61-Jährige zeigte sich überrascht davon, „wie filigran mit einem solch groben Material gearbeitet werden kann.“ Ira Stallbaum aus Schleswig hatte sich das Museum „etwas größer“ vorgestellt. „Man ist ja schnell durch“, meinte die 53-Jährige. Sie fand die Ornamentgestaltung an den alten Öfen sehenswert, ebenso die figürlichen Darstellungen von Tieren und Menschen.

Das Eisenkunstgussmuseum ist von Dienstag bis Sonntag (12 bis 17 Uhr) geöffnet. Der Eintritt kostet fünf Euro, ermäßigt drei Euro. 


zur Startseite

von
erstellt am 03.Jul.2016 | 14:36 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Themen zu diesem Artikel:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen