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Landeszeitung

05. Dezember 2016 | 05:27 Uhr

Stadtfest : Heißer „Herbst“ mit lahmen Enten

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Viel Stimmung, gute Live-Musik, volle Plätze und Glück mit dem Wetter – so lautet die Bilanz des 42. Stadtfestes Rendsburger Herbst. Ein Programmhöhepunkt war das Entenrennen im Obereiderhafen.

„Der Herbst, der ein Sommer war.“ So beschrieb Anke Samson von RD-Marketing, Chef-Organisatorin des Stadtfestes „Rendsburger Herbst“, die viertägige Veranstaltung. Auch von den Regenschauern am Sonntagnachmittag ließen sich die Besucher nicht abhalten, bummelten von Platz zu Platz.

Ob Musik auf dem Altstädter Markt, Entenrennen an der Obereider, Jahrmarktsbuden auf dem Paradeplatz oder Infostände im Stadtpark – jeder der insgesamt elf Veranstaltungsplätze ziehe sein eigenes Publikum an, so Samson, die bereits im neunten Jahr für das Stadtfest zuständig war. Die Stimmung in der Stadt sei sehr entspannt gewesen, sagte Samson.

Der Innenhof des Hohen Arsenals lockte noch Teile der „Jerry-Town“-Eltern mit ihren Kindern an. „Hier dürfen Kinder spielen, bauen, basteln und matschen“, freute sich Matthias Gröning vom Fachdienst Familie über den Andrang. Großes Interesse fand auch die Volkshochschule, die im Innenhof ihr neues Semesterheft vorstellte. „Wer einen Kursus besuchen will, sollte sich in dieser Woche zügig anmelden“, empfahl der VHS-Leiter Rainer Nordmann. „Wir sind immer an der gleichen Stelle hier im Innenhof, die Leute wissen das und kommen“, stellte Horst Reibisch vom Deutschen Kinderschutzbund fest. Er schätzt an dem Platz, dass dort keine laute Musik zu hören ist.

Musik wollten aber viele Besucher hören. Denn im Gegensatz zu den Nachmittagen mit eher gedämpften Besucherzahlen war die Stadt abends voll. Der Schiffbrückenplatz, der Altstädter Markt und das Stadtseegelände mit ihren unterschiedlichen Live-Bands zogen die Massen an. „Der große Andrang hat sich auf den Abend verschoben“, stellte Anke Samson fest. Und weil bei einigen Besuchern der Alkohol übermäßig floss, wurde die Polizei Freitag- und Sonnabendnacht zu 37 Einsätzen gerufen. In einem Fall habe ein stark alkoholisierter junger Mann in aufgeheizter Stimmung einen Polizeibeamten angegriffen, teilte ein Polizeisprecher mit. Der Beamte sei dabei leicht verletzt worden, aber dienstfähig geblieben.

Ein Programmhöhepunkt am Sonntag war das 7. Rendsburger Entenrennen am Obereiderhafen. Die Stadtwerke, der Lions-Club Rendsburg und der Lions-Club Königsthor hatten 2700 Rennenten unter dem Motto „Für die Kids dieser Region“ zum Preis von fünf Euro verkauft. Der Reinerlös kommt dem Ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienst Rendsburg, dem Verein „Plietsch und Stark“, den Pfadfindern „Stern des Nordens, Rendsburg“ und dem Verein „Ambulante Prinzen fördern Menschen mit Behinderung“ zugute. Vor dem Start wurden die schönsten geschmückten Enten prämiert. Moritz (12) und Karlotta Meyer-Küppers aus Kropp siegten bei den Kindern mit ihrer „Ente mit Hochbrücke und Strand“ und bekamen dafür eine Familien-Jahreskarte für den Wildpark Eekholt. Christina Renke aus Schacht-Audorf erhielt für ihr Werk „Ein Hoch auf die Frau“ einen 100-Euro-Gutschein der Color-Line-Reederei.

Als die Helfer um 14 Uhr die 2700 Rennenten zu Wasser ließen, bereitete der fehlende Wind Probleme. Die Enten bewegten sich kaum von der Stelle. Erst mit Hilfe eines Außenbordmotors kam Bewegung in die Menge. Es siegte die Startnummer 14902. Der Besitzer kann sich über ein E-Bike freuen. Auf Platz zwei kam die Ente mit der Nummer 14019. Sie verhilft dem Besitzer zu einem Wochenende mit einer Mercedes-Limousine. Für die Drittplatzierte „14028“ gibt es einen Bürostuhl.

>Entenrennen: Zieleinlauf bis zum 50. Platz und der damit verbundene Preis unter www.entenrennen-rendsburg.de oder telefonisch unter 04331/209100.

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