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Landeszeitung

11. Dezember 2016 | 11:09 Uhr

Natur-Film-Festival : Hat „Hedwig“ den Schnabel vorn?

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Das Natur-Film-Festival Green Screen gastierte im Rendsburger Kinocenter. 370 Zuschauer verfolgten die Dokumentationen über Schnee-Eulen, Delfine und Strauße. Am Ende stimmten die Besucher über ihre Favoriten ab.

Die berühmteste Schneeeule der Welt heißt „Hedwig“ und überbringt in der Zauberwelt der Harry-Potter-Romane wichtige Botschaften. In der realen Welt führt die Schneeeule ein geheimnisvolles Leben nördlich des Polarkreises. In manchen Jahren tauchen die Tiere auch in Deutschland auf und gelten bei uns als vogelkundliche Sensation.

Dieses Wissen über „Hedwigs“ Leben wurde gestern im Rendsburger Kinocenter auf der Großbildleinwand faszinierend vermittelt. Der 44-minütige Dokumentarfilm „Die Reise der Schneeeulen“ von Klaus Weißmann, Dietmar Nill und Brian McClatchy war einer von drei Beiträgen, mit denen die sh:z Publikumstournee im Rahmen des Natur-Film-Festivals Green Screen derzeit durch die 14 Städte der Lokalredaktionen des Schleswig-Holsteinischen Zeitungsverlags reist. Die Filmmatinee am Sonntagvormittag war ein voller Erfolg, darüber waren sich Veranstalter und Besucher einig.

Bereits zum sechsten Mal war Green Screen auf Einladung der Landeszeitung für einen Vormittag in Rendsburg zu Gast. Kino-Chefin Nicole Clausen stellte ihre drei Säle erneut kostenfrei zur Verfügung. LZ-Redaktionsleiter Dirk Jennert dankte ihr für dieses Engagement. „Wenn man einem großen Publikum professionelle Filme auf professionelle Weise zeigen will, führt an einem Kino kein Weg vorbei“, sagte er. Das sah auch Green-Screen-Sprecher Michael van Bürk so. Dass man die Filme kostenfrei zeigen könne, sei auf das ehrenamtliche Wirken aller Beteiligten zurückzuführen. Er lud das Rendsburger Publikum zudem zum Green Screen-Festival ein, das am 14. September beginnt. Mehr als 100 Naturfilme werden gezeigt. Die Eckernförder Filmwoche gilt mittlerweile als die größte ihrer Art in Europa. Im vergangenen Jahr zählten die Macher insgesamt 30  000 Zuschauer.

Michael van Bürk schwärmte von dem „tollen Stammpublikum“ in Rendsburg. Die Zahl von 370 Besuchern sei „erstaunlich hoch“. Das Ergebnis beweise, „dass es in dieser Region ein besonders naturinteressiertes Publikum gibt.“ Diese Einschätzung bestätigte auch Kinocenter-Besitzerin Nicole Claussen. „Zum ersten Mal hatten wir mit dem Stadtfest Rendsburger Herbst und zudem noch mit dem sonnigen Sommerwetter eine starke Konkurrenz“, sagte die Kinochefin. Dennoch seien fast alle angemeldeten Besucher auch tatsächlich zu dem Kinoerlebnis gekommen. „Daraus kann man nur schließen, dass das Interesse an den Naturfilmen wirklich echt ist“. Das sei ein großartiges Ergebnis.

Nach dreieinhalb Stunden hatten die begeisterten Festivalbesucher eine schwere Entscheidung zu treffen. Neben der Reise mit den Schneeeulen waren nämlich auch die Dokumentationen  „Der Strauß – zum Laufen geboren“ sowie „Tiermythen – Die Kinder des rosa Delfins“ in das Rennen um die Publikumsgunst gegangen. Die Gäste stimmten darüber ab, welcher der drei Filme ihnen am besten gefallen hatte. Das Votum wird gemeinsam mit den Entscheidungen an den anderen Standorten gezählt. Der gestrige Gewinner wurde daher noch nicht verraten: Erst bei der Preisverleihung am 17. September in Eckernförde wird der Sieger bekannt gegeben und das Geheimnis gelüftet, wer die Nase oder den Schnabel vorne hat.

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erstellt am 28.Aug.2016 | 16:51 Uhr

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