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Landeszeitung

10. Dezember 2016 | 21:34 Uhr

Grünes Licht für die neue Schwebefähre

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Haushaltsausschuss des Bundestags gibt bis zu drei Millionen Euro frei

Der Bau der neuen Schwebefähre über den Kanal rückt näher. „Der Haushaltsausschuss des Bundestages hat grünes Licht für den Neubau gegeben“, verkündeten gestern die CDU-Bundestagsabgeordneten Johann Wadephul und Norbert Brackmann. Die „erforderlichen Mittel von bis zu drei Millionen Euro“ würden „aus dem laufenden Etat bestritten“, sagte der für den Verkehrsbereich zuständige Haushaltspolitiker Brackmann. Wadephul freute sich: „Das ist ein gutes Signal für die Region.“ Die Schwebefähre sei „ein Wahrzeichen“ und als zusätzliche Kanalquerung „für viele Menschen vor Ort eine wichtige Ergänzung“. Brackmann geht nach einem Gespräch im Verkehrsministerium von Baukosten zwischen zwei und drei Millionen Euro aus. Verwirrung gibt es allerdings um den Zeitplan für den Bau. Brackmann berichtete der Landeszeitung nach einem Gespräch im Ministerium, dass Dobrindt den Auftrag schon „im Dezember 2016“ erteilen wolle. Dem widersprach gestern eine Sprecherin von Dobrindts Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt in Bonn. Sie sagte, der Auftrag werde erst „im ersten Halbjahr 2017“ ausgeschrieben und anschließend vergeben.

Mehr Einigkeit gibt es dann wieder über die Dauer des Baus. Laut Brackmann werde es „ein bis zwei Jahre“ brauchen, bis die neue Fähre fertig ist. Dobrindts Staatssekretär Enak Ferlemann hatte in diesem Sommer einen ähnlichen Zeitrahmen genannt und von einer „Inbetriebnahme in frühestens zwei Jahren“ gesprochen.

Die alte Schwebefähre, Baujahr 1913, war am 8. Januar bei einem Zusammenprall mit dem Frachter „Evert Prahm“ irreparabel zerstört worden. An einer Unterschriftenaktion für ihren Erhalt unter dem Motto „Rettet die Schwebefähre!“ beteiligten sich in den Wochen nach der Havarie rund 12  500 Menschen. Die Region Rendsburg setzte damit ein deutliches Zeichen, dass das historische Verkehrsmittel an der Eisenbahnhochbrücke auf keinen Fall abgeschafft werden dürfe.

Die unter Denkmalschutz stehende Schwebefähre wurde bis zu ihrem Ausfall täglich von durchschnittlich 350 Fahrzeugen sowie 1700 Fußgängern und Radfahrern, allen voran Schülern, genutzt. Sie ist eine von weltweit nur noch acht Fähren dieser Bauart.

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