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Landeszeitung

07. Dezember 2016 | 17:34 Uhr

Lütjenwestedt : „Grauenhafte Horrorshow“ ein Erfolg

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Die Besucher kamen aus dem ganzen Land - und der Theaterverein Lütjenwestedt hat jetzt schon Pläne für das kommende Jahr.

Die „Horror-Bilanz“ kann sich sehen lassen: Mehr als 350 Besucher aus dem ganzen Land und 35 fast durchweg ausgebuchte Vorstellungen. „Unsere Erwartungen sind bei Weitem übertroffen worden“, sagt Bürgermeister Björn Baasch. Er hatte einen maßgeblichen Anteil daran, dass sich Lütjenwestedt in den vergangenen fünf Wochen freitags und sonnabends in ein „Dorf des Grauens“ verwandelte.

Als „Professor Fitzzz“ spielte Björn Baasch nämlich die Hauptrolle in den interaktiven Horrorshows, die der neugegründete Theaterverein Lütjenwestedt in seinem selbstgebauten Grusellabyrinth auf der gemeindeeigenen Grandkoppel an der L  127 inszenierte. Die Vorstellungen am ersten Aufführungswochenende waren noch nicht ganz ausverkauft. Alle nachfolgenden Shows seien dann aber „komplett ausgebucht“ gewesen, so Baasch. Ein Vorbericht in der Landeszeitung hat auch Gruselfans von weiter her angelockt. „Wir hatten zum Beispiel Gäste von der Insel Sylt, die von Freunden aus Kiel, die die Landeszeitung lesen, auf unsere Veranstaltung aufmerksam gemacht worden waren“, erzählt Björn Baasch.

Die Gruselstory im Labor von „Professor Fitzzz“ hatten sich Ana-Elisa Flor und Katharina Baasch ausgedacht. „Zu Beginn haben wir den Besuchergruppen erklärt, dass hier auf dem Gelände ein Virus außer Kontrolle geraten sei, und dass wir nun dringend versuchen, ein Heilmittel dagegen zu finden, da die Menschheit bereits am Dahinraffen ist“, berichtet Co-Autorin Ana-Elisa Flor, die in der Horrorshow den Part der Assistentin von Professor Fitzzz übernahm. Die Besucher wurden bei der Suche nach dem Heilmittel eingespannt und mussten verschiedene Aufgaben erfüllen, in deren Verlauf sie mehrmals vom Professor durch den „Flur“ geschickt wurden: ein vollständig abgedunkeltes Labyrinth, in dem eine Horde von gruselig aufgetakelten Erschreckern auf die Gäste wartete. Ein aus seinem Käfig entkommener, angeblich hochinfektiöser Mensch-Echse-Hybrid sorgte für noch mehr Gänsehaut.

Im Laufe der 75-minütigen Handlung erfuhren die Besucher dann nach und nach die ganze schreckliche Wahrheit: Die Virus-Geschichte war erfunden. Der Professor wollte seine Gäste gar nicht als Laborhelfer einsetzen, sondern als Versuchskaninchen für wahnwitzige Gen-Experimente missbrauchen, mit denen er seinen verstorbenen Sohn wieder ins Leben zurück-klonen wollte.

Das interaktive Element der Aufführungen kam vor allem beim „Showdown“ zum Tragen. „Es gab ganz verschiedene Schluss-Varianten, denn am Ende kam es auf die Gruppendynamik an“, erläutern Ana-Elisa Flor und Björn Baasch. Da konnte es passieren, dass der Professor und seine Assistentin von übereifrigen Besuchern im Affekt mit Theatermessern erdolcht wurden – so dass dann die Echse „Gregor“ die Auflösung der Geschichte vortragen musste.

Kann man den überragenden Erfolg der „Professor Fitzzz“-Shows noch toppen? Versuchen will es die Theatergruppe auf jeden Fall. „Im nächsten Jahr können wir ein leerstehendes Bauernhaus zwischen Lütjenwestedt und Haale für unsere Aufführungen nutzen“, kündigt Bürgermeister Baasch an, „da sind wir dann noch wetterunabhängiger – und Ideen für eine neue Horrorgeschichte haben wir auch schon.“

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