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Landeszeitung

05. Dezember 2016 | 03:34 Uhr

Handball-SH-Liga der Frauen : Glückliche Sieger

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Der TSV Alt Duvenstedterinnen hat das Derby in der Handball-SH-Liga gegen die HSG Fockbek/Nübbel mit 28:27 gewonnen. Marleen Schlimbach erzielte den Siegtreffer 35 Sekunden vor dem Abpfiff.

Freude hier, Frust dort: Während die Handballerinnen des TSV Alt Duvenstedt an der Mittellinie der Bürgermeister-Schadwinkel-Halle sich zu einem Jubel-Kreis versammelten und immer wieder lautstark „Derbeysieger, Derbysieger, he he“ brüllten, schlichen die Spielerinnen von der gastgebenden HSG Fockbek/Nübbel mit hängenden Köpfen vom Parkett. Mit 28:27 (10:12) hatten die Gäste ein spannendes und am Ende dramatisches Nachbarschaftsduell in der SH-Liga gewonnen und ihren Worten Taten folgen lassen. Vor der Partie hatte TSV-Trainerin Kerstin Müller verlauten lassen, dass man sich derzeit ein Stück weit vor der HSG sehe – und dieses „Stück weit“ belief sich nach 60 Minuten auf einen einzigen Treffer. „Der Sieg war glücklich. Fockbek hätte ebenso gut gewinnen können“, räumte Müller in ihrer Analyse fair ein. „Ein Unentschieden wäre wohl das gerechteste Ergebnis gewesen.“

Wurde es aber nicht, weil die Schiedsrichter Keith Raymond Stabenow und Timo Wipper (beide HSG Kremperheide/Münsterdorf) in der Schlussminute eine aus Fockbeker Sicht bittere Entscheidung trafen. Bei einem Abwehrversuch erwischte Lone Kurbjuhn ihre Gegenspielerin unglücklich im Gesicht. Stabenow/Wipper sahen darin aber ein grobes Foul und schickten Kurbjuhn vom Feld. „Die zwei Minuten hätte man nicht geben müssen. Da kann man ein bisschen mehr Fingerspitzengefühl zeigen“, sagte Müller. 27:27 stand es zu diesem Zeitpunkt. Da zuvor auch schon Katrin Witt auf Seiten der HSG eine Zeitstrafe kassiert hatte, agierten die Gäste mit zwei Spielerinnen mehr auf dem Feld – und nutzten das aus. Marleen Schlimbach traf 35 Sekunden vor dem Abpfiff zum 28:27. Zwar hatte Fockbek/Nübbel anschließend noch einmal die Chance zum Ausgleich, konnte sie aber nicht nutzen.

Dabei sahen die Fockbekerinnen vier Minuten zuvor noch wie die Sieger aus. Einen 17:20-Rückstand (48.) hatten sie in eine 27:25-Führung (57.) gedreht und das Momentum auf ihrer Seite. „Leider haben wir das wieder aus den Händen gegeben. Alt Duvenstedt hatte am Ende den etwas längeren Atem – und wir mussten in doppelter Unterzahl spielen“, haderte Fockbeks Coach Reiner Heldt mit dem aus seiner Sicht unglücklichen Ausgang der Begegnung.

HSG Fockbek/Nübbel: Sacher, Brudniok – Stolley (5), Sieck-Pahl (3), Witt (4), D. Scheller (3), Sievers, Götz (1), Lutz, Kurbjuhn (6), Tiedtke, Ehlers, Born (2), Tietz (3).
TSV Alt Duvenstedt: Holz, Stegmann – Schlimbach (1), Schütt (5), Kossek (1), Drews (1), Hinz, Kiehn (2), Jeß (2), B. Müller (9/6), Goetzien (2), Schröder (1), Gehl (4), Ohm.

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erstellt am 10.Okt.2016 | 06:04 Uhr

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