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Landeszeitung

10. Dezember 2016 | 23:32 Uhr

Personal-Affäre : Gilgenast entschuldigt sich

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Formfehler im Rathaus ließen Ausschreibungsverfahren für Führungsposition scheitern. Bürgermeister Pierre Gilgenast übernimmt die Verantwortung und kündigt Nachschulung für Mitarbeiter an.

In der Personal-Affäre um die Nachfolge des Fachbereichsleiters Herbert Schauer hat Bürgermeister Pierre Gilgenast gestern sein Bedauern über die im Rathaus begangenen Fehler geäußert. „Für die daraus resultierenden Unannehmlichkeiten möchte ich mich bei den Bewerbern entschuldigen“, sagte er zur Landeszeitung. Gilgenast kündigte an, aus dem gescheiterten Nachbesetzungsverfahren Konsequenzen zu ziehen. Die Fehler dürften sich nicht wiederholen: „Die Kenntnisse in der Personalbearbeitung müssen nachgeschärft werden.“

Die Entschuldigung richtete Gilgenast an die Adresse von Bernd Brommann, derzeit Büro leitender Beamter im Fockbeker Rathaus, und den Polizeioberrat Markus Knapp aus Berlin. Beide hatten es in die letzte Runde der Ausschreibung für die Fachbereichsleiterstelle Bürgerdienste geschafft und mussten sich daraufhin in einem Assessment-Center einem Persönlichkeitstest unterziehen. Markus Knapp schnitt besser ab als sein Mitbewerber, dennoch entschied sich Gilgenast für Brommann. Als der unterlegene Knapp sich daraufhin ausgebootet fühlte und mit Klage drohte, ließ Gilgenast das Bewerbungsverfahren von einer Kieler Anwaltskanzlei durchprüfen. Ergebnis: Das Assessment-Center-Ergebnis sei für die Stadt nicht bindend, allerdings fiel den Anwälten ein Formfehler auf. So hatten Brommann und Knapp ihren Bewerbungen veraltete Zeugnisse und Leistungsnachweise beigelegt. Das hatten die für Personalfragen zuständigen Mitarbeiter im Rathaus nicht bemerkt. Gilgenast sagte, dass derartige Fehler stets ärgerlich seien, insbesondere wenn eine „Verwaltung sonst auf hohem Niveau arbeitet. Wir haben im Rathaus eine sehr gute Aus- und Fortbildung.“ Das Team ist seiner Ansicht nach sehr motiviert.

Die hausinterne Aufarbeitung der Vorgänge ist indes noch nicht abgeschlossen. In der vergangenen Woche hatte Gilgenast mitgeteilt, von seinem unter anderem für Personalfragen zuständigen Fachbereichsleiter Herwig Schröder einen Bericht angefordert zu haben. Dieser liegt noch nicht vor. Wie der Bürgermeister bestätigte, befindet sich Schröder zur Zeit im Urlaub. Unterdessen zeigte sich Gilgenast zuversichtlich, die Stelle des in Pension gehenden Herbert Schauer wie geplant zum 1. März wiederzubesetzen. Möglichst noch in diesem Jahr solle die Stelle ein zweites Mal ausgeschrieben werden. Ein Assessment-Center werde diesmal nicht einbezogen.

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