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Landeszeitung

06. Dezember 2016 | 22:57 Uhr

Mobilcom-Debitel : Geschichte eines Senkrechtstarters

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Wie aus einer Minifirma ein wichtiger Player auf dem Kommunikationsmarkt wurde.

September 1991: Gründung der Mobilcom Kommunikationstechnik GmbH durch Gerhard Schmid in Schleswig. Der ehemalige Sixt-Vorstand vermarktet zunächst mit einer einzigen Mitarbeiterin, später mit 35 Angestellten, Handys auf Provisionsbasis in Schleswig-Holstein. Schon zwei Jahre später erreicht Mobilcom 100 Millionen D-Mark Umsatz.

1997: Mit 300 Mitarbeitern bringt Schmid sein Unternehmen an die Börse. Mobilcom ist das erste Unternehmen, das zum Neuen Markt zugelassen wird.

1998: Schmid lässt den Stammsitz an der Hollerstraße in Büdelsdorf errichten. Im Juni ziehen 98 Mitarbeiter von Schleswig nach Büdelsdorf, in den bis heute so genannten „ersten Bauabschnitt“. Als der „zweite Bauabschnitt“ geplant wird, sind bereits 604 Mitarbeiter am Standort tätig. Eine Logistikhalle entsteht.

2000: Schmids Vermögen wird auf 6,5 Milliarden Euro taxiert. Zusammen mit der France Télécom, die 28,5 Prozent am Unternehmen erworben hatte, ersteigert Mobilcom vom Bund eine 8,5 Milliarden Euro teure UMTS-Lizenz für den Mobilfunk. Ein Deal, über den sich beide Seiten später zerstreiten und der Schmid zu Fall bringt.

2002: Firmengründer Schmid muss die Mobilcom AG verlassen.

2007 bis heute: Der Internet-Anbieter freenet.de verschmilzt mit dem eigenen Mutterkonzern Mobilcom zur Freenet AG. Kontinuität kehrt ein. Mobilcom-Debitel, eine 100-prozentige Freenet-Tochter, wird zur Hauptmarke. Unter ihrem Dach sind 560 Shops, die Ladenkette Gravis sowie mehrere Service-Provider vereint, unter anderem klarmobil.de und callmobile.de.

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erstellt am 30.Sep.2016 | 06:00 Uhr

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