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Landeszeitung

05. Dezember 2016 | 19:46 Uhr

Fass mit Chemikalien sorgt für Feuerwehr-Einsatz : Gefahrgut-Fund: Kripo muss Tatort-Durchsuchung abbrechen

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Mit einem Großaufgebot suchte die Polizei an der Friedrichstädter Straße nach Spuren im Mord an einem 31-jährigen Aserbaidschaner. Eine Tonne mit gefährlichen Chemikalien beendete den Einsatz vorübergehend.

Großer Aufmarsch im Gewerbegebiet an der Friedrichstädter Straße: Die Kriminalpolizei Kiel hat gestern das Gelände einer Auto-Aufbereitung abgesucht, auf dem am 6. August ein 31 Jahre alter Mann aus Aserbaidschan erschossen wurde. Unterstützt wurden sie von Kräften des Technischen Hilfswerks, bis dann kurzfristig die Feuerwehr das Kommando übernehmen musste.

Zuvor hatten die Beamten auf der Suche nach Spuren und Hinweisen Gebüsche mit der Motorsäge gekappt und waren mit Leitern auf die Flachdächer geklettert. Einen verdächtigen Gegenstand fanden sie dann aber kurz vor 11 Uhr in der Kfz–Halle. Die Polizisten stießen in der Werkstatt auf eine mit Chemikalien gefüllte Tonne. „Nachdem ein Messgerät ausgeschlagen hat, wurde die Feuerwehr gerufen“, sagte der Rendsburger Wehrführer Gerrit Hillburger. Die Wehr rückte mit 25 Mann und zusätzlich mit dem Löschzug Gefahrgut des Kreises an. Im Chemikalienschutzanzug und unter Atemschutz gingen die Wehrleute an die Bergung, die bis 13.30 Uhr dauerte. Die Untersuchung des Inhalts der Tonne war gestern zu Redaktionsschluss noch nicht beendet. „Ich tippe darauf, dass es sich um eine Mischung aus Chemikalien wie Batteriesäure, Öle, Benzin und Kühlmitteln oder ähnlichem gehandelt hat“, sagte Hillburger.

Es habe sich um einen Zufallsfund gehandelt, sagte Sven Petersen, Sprecher der im Mordfall ermittelnden Kriminalpolizei Kiel. Aufgrund der Unterbrechungen rechnete er gestern noch mit keinem Ergebnis der Spurensuche: „Die Ermittlungen werden sicher noch bis in die Abendstunden andauern.“ Die Obduktion der Leiche ergab, dass der Chef der Pkw-Aufbereitungsfirma mit mehreren Schüssen getötet worden war. Der mutmaßliche Todesschütze (34), der noch am Tattag verhaftet wurde, und sein Opfer sollen sich gekannt haben. Bei der Tat könnte es sich im erweiterten Sinne um eine Beziehungstat gehandelt haben. Angeblich waren die beiden Männer verschwägert und über die Partnerin des Getöteten in Streit geraten.  

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erstellt am 31.Aug.2016 | 16:48 Uhr

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