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Landeszeitung

08. Dezember 2016 | 03:03 Uhr

Hanerau-Hademarschen : Gedichte und Maibowle zu Ehren Storms

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

„Schimmelreiter-Tage“ beginnen am Waldfriedhof.

Mit seinen „Schimmelreiter-Tagen“ will der Schleswig-Holsteinische Heimatbund (SHHB) die Erinnerung an das literarische Werk des Wahl-Hademarschers Theodor Storm wach halten. Die SHHB-Ortsvorsitzende Waltraut Barnstedt wird die „Schimmelreiter-Tage 2016“ am heutigen 19. Mai um 19 Uhr an der Storm-Statue am Eingang zum Hanerauer Waldfriedhof eröffnen.

An diesem Lieblingsplatz Theodor Storms, der von 1880 bis zu seinem Tod 1888 in Hademarschen lebte und dort unter anderem sein Meisterwerk „Der Schimmelreiter“ verfasste, findet eine kurze Feier zu Ehren des Dichters statt.

Im Storm-Haus in Husum ist derzeit eine Ausstellung zu Theodor Storm und Thomas Mann mit dem Titel „Bürger auf Abwegen“ zu sehen. Hartmut Schalke will deshalb an der Statue am Waldfriedhof Storm-Gedichte vortragen, die Thomas Mann besonders schätzte. Weiter geht es heute im Café „Alte Scheune“ auf Gut Hanerau, wo Gutsherrin Christiane Niemöller Maibowle servieren wird. Ab 20 Uhr wird der Schriftsteller Heiner Egge Passagen aus seiner Novelle „Die Fußreise“ vorlesen. Die Fußreisenden sind „Krischan“ aus „Wesslingburen“ (Friedrich Hebbel aus Wesselburen), Tycho und Theodor Mommsen aus Garding sowie Theodor Storm aus Husum.

In einem zweiten Teil will Egge dem Publikum sein neuestes Projekt vorstellen: ein Buch über die Künstlerin Irmgard Nieper-Wachs, die von 1919 bis 1925 in Hanerau und von 1934 bis 1963 auf dem Batz in Thaden lebte. Arbeitstitel: „Mutter Wachs – Das unerschrockene Leben einer Malerin“.

Die „Schimmelreiter-Tage“ werden am morgigen Freitag, 20. Mai, fortgesetzt, und zwar in der Storm-Stube des Hademarscher Heimatmuseums, wo Hartmut Schalke ab 19 Uhr einen Vortrag zu Theodor Storms Novelle „Pole Poppenspäler“ halten wird. Nach einer kurzen Pause, in der sich das Publikum stärken kann, geht es um 20.15 Uhr weiter: mit der Vorführung des DDR-Spielfilms „Pole Poppenspäler“ von 1954. „Das ist ein besonderes Werk, denn es zählt zu den großen Literaturverfilmungen der Defa“, erklärt Schalke. „Der Film vermittelt den Zauber der Jugenderinnerungen und wird von den Schauspielern mit sehr viel Liebe und Einfühlungsvermögen gestaltet“, so der Storm-Experte. Der Eintritt ist bei allen Veranstaltungen der „Schimmelreiter-Tage“ frei.

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