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Landeszeitung

05. Dezember 2016 | 09:35 Uhr

Theater-Wettbewerb : Für die Sieger gab’s den „Platten Pott“

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Abstimmungsmurmeln der Zuschauer entschieden: „De Stümpers“ gewannen zum zweiten Mal.

„De Stümpers“ aus Lütjenwestedt haben ihren Titel beim „Spektakel op Platt“ erfolgreich verteidigt. Die Vorjahressieger überzeugten Publikum und Jury im ausverkauften Sport- und Jugendheim in Hohenwestedt mit dem eigens für den Theaterwettstreit geschriebenen Stück „Opa vertellt“, das auf revueartige und sehr humorvolle Weise die Lütjenwestedter Dorfgeschichte von 1971 bis 2045 darstellt. „De Stümpers“ nahmen zum zweiten Mal den „groten platten Pott“ im Empfang. Sollte ihnen das Kunststück beim nächsten Platt-Spektakel erneut gelingen, dürfen sie den Wanderpokal endgültig mit nach Hause nehmen.

„Die eigentlichen Gewinner sind heute Abend wir – die Zuschauer“, sagte Amtsvorsteher Peter Thomsen, als er sich um 22.20 Uhr im Sport- und Jugendheim daran machte, den Sieger des Amtspokals für plattdeutsche Laienspielgruppen bekanntzugeben. Der Arpsdorfer lobte „die Idee von Hohenwestedt-Marketing, die niederdeutschen Bühnen unseres Amtes sich hier treffen zu lassen.“ Angelika Salewski von der Jury hatte kurz zuvor mitgeteilt, dass sie und ihre beiden Mitjuroren (Ex-Amtsvorsteherin Edith Kühl und Claus Fölster) „De Stümpers“ aus Lütjenwestedt vorne gesehen hätten. Die Jury hat beim „Spektakel op Platt“ aber nur eine 50-prozentige Entscheidungsgewalt. Die anderen 50 Prozent liegen bei den Zuschauern, die wieder Abstimmungsmurmeln zur Verfügung hatten. „Die Murmeln bestätigen das, was die Jury auch schon gesagt hat“, stellte Thomsen fest – und so konnte Moderatorin Kathryn Rohweder das Gesamturteil verkünden: „Der grote platte Pott geht wieder nach Lütjenwestedt!“

Allerdings konkurrierten die „Stümpers“ diesmal nur mit den „Speellüüd“ aus Remmels. Nach der kurzfristigen Absage einer Gruppe war das Teilnehmerfeld auf zwei zusammengeschrumpft. „Es tut uns leid, dass die eingeplante dritte Gruppe aus Nindorf aus gesundheitlichen Gründen verhindert ist und nicht teilnehmen kann“, hatte Manfred Bettermann von Hohenwestedt-Marketing in seiner Begrüßungsansprache vermerkt. Mit 450 Zuschauern war das „Spektakel op Platt“ bei seiner vierten Auflage erneut ausverkauft. „Dass Sie alle trotz unserer letztjährigen Pause wieder so zahlreich erschienen sind, zeigt – wie man neudeutsch sagen würde: Das Format scheint in Ordnung zu sein“, befand Bettermann. Gleichwohl hatte sich Hohenwestedt-Marketing kurzfristig um eine Ergänzung des Programms bemüht. In der Pause zwischen den beiden Theatergruppen trat der „plattdeutsche Poetry-Slam-Shootingstar“ (so Kathryn Rohweder) Achim Kußmann aus Hamburg auf. Ebenfalls neu dabei war „De Dörpskapell“ aus Todenbüttel, die mit einem selbstkomponierten Song auf den Siegerpokal loslegte.

Um 19.20 Uhr öffnete sich der Vorhang für die Remmelser Speellüüd, die das Stück „Schwiegermutter to Besök“ präsentierten, in dem Jochen (gespielt von Achim Abraham) sich zunächst mit Händen und Füßen gegen den Besuch der Mutter seiner Frau Antje (Lisa Busch) wehrt, dann aber ziemlich begeistert von seiner patenten Schwiegermutter (Kirsten Martens) ist.

Um 21.10 Uhr starteten die „Stümpers“ – und zwar mit dem von Claudia Richter verfassten Stück „Opa vertellt“, dessen Rahmenhandlung im Jahre 2034 spielt und das dann zurück- und vorausblendet zu denkwürdigen Lebensstationen des erzählenden Großvaters (Hinne Bruhn): dessen ersten Tag im neuen Lütjenwestedter Kindergarten 1971, dem Kennenlernen seiner Ehefrau 1989 in Timms Gasthof in Haale, dem Einzug der Emanzipation auf seinem Bauernhof 2008 und dem ziemlich turbulenten Lebensabend im Seniorenheim „Lüttenhimmel“ 2045.

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