zur Navigation springen

Landeszeitung

05. Dezember 2016 | 21:49 Uhr

Großeinsatz der Polizei : Frau vermisst: Nächtliche Suche an der Rendsburger Eisenbahnhochbrücke

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Eine 46-jährige Frau wird im Kreis Rendsburg-Eckernförde als vermisst gemeldet. Die Bundespolizei setzt Hubschrauber mit Wärmebildkamera ein. Schließlich wird sie gefunden.

Osterrönfeld | Ein nächtlicher Großeinsatz von Landes- und Bundespolizei an der Eisenbahnhochbrücke hat zahlreiche Menschen in Rendsburg und Osterrönfeld aus dem Schlaf geschreckt. Im Bahnverkehr kam es von Donnerstag auf Freitag zu erheblichen Behinderungen. 24 Züge waren betroffen. Ein Regionalexpress wurde gegen Mitternacht sogar mitten auf der Hochbrücke angehalten, um den Einsatz eines Polizeihubschraubers nicht zu behindern. Auch Güterzüge wurden gestoppt. Der Schiffsverkehr war nach Angaben der Kanalverwaltung nicht beeinträchtigt.

Grund war die Suche nach einer psychisch kranken Frau. Die 46-Jährige hatte sich am Donnerstagabend bei Angehörigen gemeldet und war dann verschwunden. Ab 20.30 Uhr suchte die Polizei nach ihr. Ein erster konkreter Hinweis auf die Frau ging aus dem nördlichen Kreisgebiet bei der Polizei ein. Dort half eine in Fuhlendorf (Kreis Segeberg) stationierte Hubschrauberbesatzung der Bundespolizei bei der Fahndung. Die Spur der Frau führte schließlich in den Bereich Rendsburg beziehungsweise Osterrönfeld.

Die Beamten hatten das Handy der Vermissten geortet. Mit Hilfe von Wärmebildkameras an Bord des Helikopters versuchten sie in der hereinbrechenden Dunkelheit, den genauen Aufenthaltsort der 46-Jährigen zu ermitteln. Die Spur wurde heißer, als Beamte schließlich das Auto der Frau ausfindig machten. Das Fahrzeug parkte am südlichen Bahndamm, der auf die Eisenbahnhochbrücke führt. Um 1.15 Uhr wurde die 46-Jährige schließlich in Osterrönfeld (Aspelweg) aufgegriffen – körperlich unversehrt. Sie wurde in psychiatrische Behandlung gebracht.

Zeugenberichte, wonach nicht nur Hubschrauberlärm, sondern auch Schüsse zu hören gewesen waren, bestätigte ein Polizeisprecher nicht. Mehrere Funkstreifenwagen aus Rendsburg und zwei Einsatzfahrzeuge mit vier Beamten der Bundespolizei beteiligten sich an der Suche.

Blaulichtmonitor

Was ist der Blaulichtmonitor?

zur Startseite

von
erstellt am 22.Jul.2016 | 19:28 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert