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Landeszeitung

09. Dezember 2016 | 12:41 Uhr

Büdelsdorf : Farbenfrohe NordArt

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Die „Lange Nacht der Lichter“ bot den Gästen völlig neue Eindrücke.

Live-Musik der Bands „Frollein Smilla“ und „Latin Link“, Lichtinstallationen, Essen und Trinken und als Höhepunkte die Verleihung von Kunstpreisen machten die „Lange Nacht der Lichter“ zu einer stimmungsvollen Veranstaltung für die fast 4000 Besucher. Die Kunstwerke der NordArt in den riesigen Hallen der ehemaligen Carlshütte und in dem angrenzenden 60  000 Quadratmeter großen Park wurden am Sonnabend bis Mitternacht in farbiges Licht getaucht.

Der von Hans-Julius und Johanna Ahlmann (ACO-Gruppe) gestiftete und mit 10  000 Euro dotierte NordArt-Preis 2016 ging an David Cerný. Der tschechische Künstler ist mit vier Arbeiten auf der NordArt vertreten. Besonders spektakulär ist sein illuminierter „Speederman“, eine vier Meter hohe Figur aus Edelstahl, ein superschneller Held, der über das Wasser zu fliegen und gleichzeitig in seiner Bewegung eingefroren zu sein scheint. „Mit David Cerný verbindet uns seit vielen Jahren eine rege Zusammenarbeit. Das ACO Stahlwerk in Tschechien war an einer ganzen Reihe seiner Arbeiten beteiligt. Vor allem aber ist David Cerný ein inspirierender Gast unserer Ausstellung und ein Botschafter, der weltweit für die NordArt wirbt“, betonte Hans-Julius Ahlmann. Der Preis wird bei der Eröffnung der NordArt 2017 an den Künstler übergeben.

In der Publikumsgunst lag ein Künstler aus China ganz vorn. Liu Ruowang präsentiert 36 riesige Affen aus Bronze im Park der NordArt. In der Halle ist ein Angriff von 108 Wölfen zu sehen. Um die Bronzeplastiken mit einem Gesamtgewicht von mehr als 30 Tonnen gut zur Geltung kommen zu lassen, hat der Kurator Wolfgang Gramm einen Erdhügel in der großen Halle aufschütten lassen. „Die Affen und Wölfe haben der NordArt ein unverwechselbares Gesicht gegeben“, stellte Ahlmann fest. In Vertretung von Liu Ruowang nahm Juan Zaft, chinesische Mitarbeiterin der Ausstellungsorganisatoren, den Publikumspreis entgegen.

Die Installation „Last Watch“ der israelischen Künstlerin Talia Keinan kam auf den zweiten Platz. Den dritten Platz erreichte in der Publikumsgunst Jo Kley aus Kiel. Der Bildhauer ist mit der Skulptur „Planet Babylon“ aus Carrara-Marmor vertreten. Kley leitet seit vier Jahren das Bildhauersymposium, das vor der Eröffnung der NordArt stattfindet.

„Fast 4000 Besucher – so viele waren noch nie bei der Langen Nacht der Lichter“, stellte Hans-Julius Ahlmann zufrieden fest. Er zeigte sich zudem zuversichtlich, die 80    000-Besucher-Marke bis zum Ende der Ausstellung am 9. Oktober „knacken zu können“.

Bernd und Angela Klindt aus Büdelsdorf waren zum ersten Mal auf der NordArt. Ihr Eindruck war äußerst positiv. „Ein bisschen Hamburg in unserer kleinen Stadt.“

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