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Landeszeitung

02. Dezember 2016 | 23:25 Uhr

Jetzt geht’s in den Wald : Eltern schaffen Kita-Plätze – 18 davon im Gerhardshain

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Waldgruppe will mit benachbartem Nordkolleg kooperieren. Private Trägervereine sorgen für Belebung.

Viele Eltern in Rendsburg durchleben eine Zitterpartie. Bekommen sie für ihr Kleinkind einen Platz in einer Betreuungseinrichtung oder nicht? Die Nachfrage ist ungebrochen hoch und kann nicht vollständig befriedigt werden, weil die bestehenden Häuser ausgebucht sind. Nach einer Rechnung der Verwaltung fehlen stadtweit etwa 200 Plätze. Doch seit Dienstagabend ist Linderung absehbar – zumindest bei Plätzen für Kinder, die älter als drei Jahre alt sind (Ü3). Der Sozialausschuss hat den Weg zur Schaffung von insgesamt 54 neuen Einheiten im sogenannten Regelbereich freigemacht.

Bemerkenswert: Nicht die Stadt Rendsburg selbst, sondern zwei private Trägervereine wollen dafür sorgen, dass die Einrichtungen schon im November bzw. im Januar an den Start gehen können. Im „Pulverschuppen“ an der Herderschule sollen ab dem kommenden Jahr zwei Gruppen mit jeweils 18 Ü3-Kindern untergebracht werden. Hier bekam die gemeinnützige Elternselbsthilfe den Zuschlag. Der Verein, den es seit mehr als 20 Jahren gibt, betreibt bereits die Kita „Wunderwesen“ in Rendsburg-Süd. Der Sozialausschuss entschied sich einstimmig für diesen privaten Träger, weil er das günstigste Angebot abgegeben hatte. Der „Pulverschuppen“ gilt als Übergangslösung, bis die Kita im künftigen Wohngebiet Neuwerk-West den Betrieb aufnimmt. Auf dem Gelände der ehemaligen Eiderkaserne sollen nach den Plänen der Verwaltung einmal mehr als 50 Kleinkinder vom Krippen- bis zum Vorschulalter spielen, toben, basteln und singen. Wann es mit dem Bau losgeht, steht allerdings noch in den Sternen.

Deutlich konkreter zeichnet sich ein Projekt im Gerhardshain ab, bei dem das Nordkolleg Kooperationspartner ist. Der in diesem Jahr gegründete Verein „Kind und Demokratie“ will den Natur- und Waldkindergarten „Die Tummetotts“ mit bis zu 18 Regelplätzen auf die Beine stellen. „Es ist uns ein wichtiges Anliegen, bereits in diesem Jahr zu beginnen“, sagte Martin Richter-Sojka aus dem Vereinsvorstand dem Gremium und führte die wetterbedingt schwierige Eingewöhnung der Jüngsten im Winter als Grund an. „Unsere Erzieherinnen stehen in den Startlöchern.“ Das Gelände der Waldkita liegt am Rand des Gerhardshains. Bis zum Nordkolleg ist es ein Katzensprung. Die Räume der Akademie dienen den Kindern und ihren Erzieherinnen als Unterschlupf bei Gewitter, Orkan oder anderen extremen Wetterlagen. Im Gegenzug sollen Musiker, Maler und andere Künstler aus dem Nordkolleg das pädagogische Angebot bei den „Tummetotts“ bereichern.

Der Sozialausschuss unter Leitung von Matthias Bruhn (SPD) gab grünes Licht für einen Auftakt am 1. November. Bisher liegt dem Verein eine Anmeldung vor – mit dem politischen Beschluss im Rücken hofft Martin Richter-Sojka aus dem Vorstand jetzt auf weitere.

Über die Förderung der neuen Kita-Plätze aus dem Haushalt der Stadt entscheidet der Finanzausschuss Ende des Monats.

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erstellt am 14.Sep.2016 | 06:00 Uhr

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