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Landeszeitung

28. März 2017 | 04:28 Uhr

"Eine-Welt-Preis" der Nordelbischen Kirche geht an Aukrug-Sien

vom

Aukrug/Hamburg | Die Partnerschaft Aukrug-Sien erhält in diesem Jahr den mit 2 000 Euro dotierten "Eine-Welt-Preis" der Nordelbischen Kirche. Der Verein habe "im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit herausragende Projekte verwirklicht", heißt es in der Begründung. Besonders erwähnt wird der Bau eines Regenwasserrückhaltebeckens, um das Dorf Sien in Burkina Faso vor weiteren Folgen des Klimawandels zu schützen.

"Wir haben uns sehr gefreut - nicht unbedingt damit gerechnet", sagte gestern Reimer Reimers, der Vorsitzende des Vereins, auf Anfrage der Landeszeitung. Der Preis sei Anerkennung der jahrelangen Arbeit, die von vielen Menschen und Einrichtungen auch außerhalb des Vereins getragen werde, erklärte Reimers. Auch über die Prämie von 2 000 Euro freue man sich. Er könne sich vorstellen, das Geld für die Schule in Sien zu verwenden. Außerdem erwarte der Aukruger Verein im Sommer Gäste aus Burkina Faso.

Seit 1996 vergibt die Nordelbische Kirche alle zwei Jahre den Eine-Welt-Preis. Ausgezeichnet werden Gruppen und Einzelne, die sich für mehr Gerechtigkeit in der Welt einsetzen. Für die "Goldene Giraffe 2012" sind 44 Initiativen und Personen vorgeschlagen worden. Vergeben werden in diesem Jahr drei Preise, wobei der höchstdotierte nach Aukrug geht. Der Verein teilt sich die Auszeichnung mit dem Flüchtlingsrat Schleswig-Holstein (2. Preis, 1 500 Euro) und dem Verein "Njonuo Fe Mo - Frauenwege in Togo" (3. Preis, 1 000 Euro). Die Preise werden am 23. März bei der Abschlussfeier der Nordelbischen Synode auf dem Weg hin zur Nordkirche in Rendsburg vergeben.

Kirsten Fehrs, Bischöfin im Sprengel Hamburg und Lübeck, sagte bei der Bekanntgabe der Preisträger, der Eine-Welt-Preis sei eine Auszeichnung für alle teilnehmenden Projekte. "Alle gewinnen - an Freundschaft, Lebensnähe, Kenntnis, Klarheit und Frieden." An die Teilnehmer gewandt, erklärte Fehrs: "Sie sind aufmerksam bei Ungerechtigkeit und bei der ungleichen Verteilung von Gütern und Lebenschancen auf dieser Welt. Sie setzen mit Ihrer Arbeit ein Hoffnungszeichen und sagen damit: Wir können etwas tun und wir werden etwas bewegen."

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erstellt am 19.Feb.2012 | 04:10 Uhr

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