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Landeszeitung

09. Dezember 2016 | 22:23 Uhr

Jugendhandball-Oberligen : Eine Niederlage zum Einstand

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Ein Sieg und fünf Niederlagen – die Bilanz des Rendsburger Handball-Nachwuchses in den Oberligen fiel dürftig aus. Einzig die B-Mädchen der HSG Schülp/Westerrönfeld/RD konnten mit dem 21:17 beim VfL Bad Schwartau ihr Punktekonto aufstocken.

Ein Sieg und fünf Niederlagen – die Bilanz des Rendsburger Handball-Nachwuchses in den Oberligen fiel dürftig aus. Einzig die B-Mädchen der HSG Schülp/Westerrönfeld/Rendsburg konnten mit dem 21:17 beim VfL Bad Schwartau ihr Punktekonto aufstocken.

Männliche Jugend A
HSG Schülp/Westerrönfeld/RD – VFL Bad Schwartau II 29:33 (15:14)

Das Schreckgespenst der HSG-Abwehr hatte einen Namen: Till Jonas Troike. Nicht weniger als 15 Tore gingen auf Troikes Konto. „Wir konnten machen, was wir wollten, wir haben ihn einfach nicht in den Griff bekommen. Im eins gegen eins war er überragend“, meinte HSG-Coach Jens-Christian Woldt. Traf Troike einmal nicht, war sein Bruder Thies Julian zur Stelle, für den am Ende sechs Tore zu Buche standen. Und dennoch hätte man als Sieger vom Parkett in der heimischen Heidesandhalle gehen können. „Zur Halbzeit müssen wir mit vier, fünf Toren führen. Aber leider haben wir im Angriff viel zu unkonzentriert gespielt“, haderte Woldt mit einer schwachen Chancenverwertung. So ging es mit einem 15:15 in die Kabinen. Auch nach dem Wiederanpfiff vermisste Woldt bei seinen Schützlingen die letzte Konsequenz. „Die Einstellung stimmte nicht. Darüber wird im Training zu reden sein.“ Und so jubelten nach 60 Minuten die Gäste, die mit einem Zwischenspurt zum 25:20 (45.) in der ersten Viertelstunde der zweiten Hälfte den Grundstein für den Sieg legten und bei Woldt für Verärgerung sorgten: „Wenn wir am Ende unter den ersten vier Mannschaften in der Tabelle landen wollen, müssen wir so einen Gegner eigentlich schlagen. Das waren zwei verschenkte Punkte.“

HSG Schülp/Westerrönfeld/Rendsburg: Vollstedt, Koberg – Stiller (11/1), Bunse (1), Lindemann (2), Marxen (3), Olf (5/2), Imme, Rohn, Ott, Tönsen (2), Lindhorst (5), Wiese, Bernhardt.

Weibliche Jugend A
HG OKT – VfL Bad Schwartau 25:30 (11:15)

Der Einstand von Anna Heyck-Schäfer als Nachfolgerin von Sönke Marxen („Ich hätte gerne weitergemacht, doch persönliche Gründe lassen es nicht zu.“) auf der Trainerbank misslang. Der bisherige Tabellenzweite ließ unerwartet beide Punkte gegen den Neunten liegen. „Wir haben im Angriff total versagt. Statt in die Lücken zu stoßen und den Kontakt zu suchen, haben wir uns zurückgezogen“, warf Heyck-Schäfer ihren Spielerinnen vor. „Daran müssen wir in Zukunft arbeiten. Wir müssen lernen, den direkten Weg zum Tor zu suchen und uns dann auch körperlich durchsetzen.“ Doch auch das Rückzugsverhalten missfiel der bisherigen Co-Trainerin. „Nach verloren gegangenen Bällen wurde sich einfach nicht schnell genug zurückorientiert.“ Die Niederlage nahm bereits in der Endphase der ersten Halbzeit Konturen an, als die Gastgeberinnen von 8:8 (19.) auf 11:15 (30.) zurückfielen. Beim 14:23 (38.) drohte sogar ein Debakel, doch der OKT–Nachwuchs bewies Moral und kämpfte sich auf 24:27 (57.) heran. Den Sieg ließen sich die Gäste allerdings nicht mehr nehmen.

HG OKT: Frahm – Romeyke (2), Tiedemann (2/1), Voß (2), Stechow (8/2), Otte (3), Falge, Kuchel (1), Wolff (1), Grigat (1), Ley (3), Pawaletz, Bremer (2).

Buxtehuder SV – HSG BAD 35:24 (21:12)

Auch wenn HSG-Coach Malte Böhrnsen den Fokus bereits auf das Derby am kommenden Sonnabend gegen die HG OKT (17 Uhr, Sporthalle Alt Duvenstedt) gerichtet hat, so wollte man sich beim Spitzenreiter dennoch so teuer wie möglich verkaufen. Das gelang nur zum Teil. „Buxtehude darf aber nicht unser Maßstab sein“, sagte Böhrnsen, der mit dem Ergebnis und vor allem mit der Leistung seines Teams in der zweiten Halbzeit nicht unzufrieden war. In der ersten Halbzeit lief es allerdings nicht nach den Wünschen des HSG-Trainers. „Da haben wir im Angriff nicht genügend Druck ausgeübt und ein schlechtes Rückzugsverhalten gezeigt.“ Die Folge war ein 12:21-Rückstand zur Pause. Im zweiten Durchgang steigerten sich die BAD-Mädchen merklich. „Wir haben im Angriff die Last auf mehrere Schultern verteilt und den Ball gut laufen lasen“, so Böhrnsen. Da auch die Gegenstöße des BSV besser unterbunden wurden, konnte man die zweiten 30 Minuten fast ausgeglichen gestalten. Böhrnsen: „Mit einem Quäntchen mehr Glück wäre ein besseres Ergebnis möglich gewesen. Trotzdem war das Spiel mit Blick auf die kommende Aufgabe sehr aufschlussreich für mich.“


HSG BAD: Lipka, Schönnagel, Götz - Kossek (6), Studt (5/4), Schütz (4), Jeß (3), Lübeck (2), Wilstermann (1), Sörensen (1), Schulz (1), Jöhnk (1).


Männliche Jugend B
TSV Kronshagen – HSG Eider Harde 29:23 (17:14)

Trainer Eike Möller und seine Jungs hatten die ersten beiden Zähler beim bis dato ebenfalls noch punktlosen TSV Kronshagen eingeplant, doch Wille und Können standen nicht im Einklang. „Leider haben wir das nicht umsetzen können, was wir uns vorgenommen hatten“, so Möller. Es lag weder an der Einstellung (Möller: „Der Wille war da.“) noch an der Aufstellung, wenngleich mit Bennet Brummann weiterhin ein wichtiger Spieler fehlt. „Wir sind leider von Beginn an einem Rückstand hinterher gelaufen“, konstatierte der HSG-Coach, der beim Gang in die Kabine noch zuversichtlich war, auch wenn die Kronshagener mit vier Toren führten (18:14). „Kronshagen hatte nur acht Feldspieler. Das wollten wir nutzen und in der zweiten Halbzeit weiter Gas geben, in der Hoffnung, dass Kronshagen einbrechen würde.“ Doch die Gastgeber erwiesen sich als konditionsstark. Da der Eider-Nachwuchs zudem beste Chancen liegen ließ, konnte der Rückstand nicht verkürzt werden. Spätestens mit dem 26:19 (45.) gab es keine Zweifel mehr, wer als Sieger vom Spielfeld gehen sollte. „Jetzt heißt es Mund abputzen und weitermachen. Wir haben eine Woche Pause, dann geht es nach Buxtehude. Dort wollen wir den nächsten Versuch starten, den ersten Sieg einzufahren“, gab sich Möller trotz der erneuten Pleite nach dem Abpfiff kämpferisch.

HSG Eider Harde: Corbus – Gauda (2), Krassowski (8/4), Moll (1), Martens (4), Reese, Ahrendt, Masermann (4), Klein, Rohwer, Brick, Goldmann (4).

Weibliche Jugend B
HG OKT – HSG Marne/Brunsbüttel 16:33 (9:14)

Lediglich bis zum 4:4 (12.) konnten am Ende überforderte HG-Mädchen mithalten. „Wenn es uns gelang, die sehr stabile Deckung der HSG in Bewegung zu bringen, kamen recht gute Aktionen bei uns heraus und es ergaben sich auch Chancen, die wir zumindest zum Teil nutzen konnten“, berichtete OKT-Trainerin Sophie Fasold. Doch im weiteren Verlauf des Spiels wurden die Qualitäten des Spitzenreiters mehr und mehr deutlich. „Marne/Brunsbüttel war uns körperlich und spielerisch klar überlegen und lief konsequent Gegenstöße.“ Der Klassenprimus hatte mit dem 14:9 zur Pause früh für klare Verhältnisse gesorgt und ließ auch im zweiten Durchgang seine Muskeln spielen. Über 20:12 (34.) und 30:14 (46.) kam Marne zu einem 33:16-Kantersieg.


HG OKT: Frahm – Romeyke (2), Köhnholdt (3), Christophzik, Pawaletz (2), Rohwer (1), Böhrnsen, Bremen (5/1), Christiansen (2), Bernhardt, Lange (1) .


VfL Bad Schwartau – HSG Schülp/Westerrönfeld/RD 17:21 (7:9)

Die Gäste mussten früh einen Rückschlag verkraften. Spielmacherin Victoria Bronevski knickte in der Anfangsphase um und musste behandelt werden. Zwar kehrte Bronevski in der zweiten Halbzeit noch einmal kurzzeitig aufs Feld zurück, kam aber nach einer Zeitstrafe nicht mehr zum Einsatz. „Die Mannschaft hat den Ausfall aber toll kompensiert“, lobte HSG-Coach Thorsten Hornig. Vor allem in der Abwehr überzeugte sein Team und dahinter stand mit Thea Schmidt die beste Gäste-Spielerin zwischen den Pfosten. Doch auch Schmidt konnte nicht verhindern, dass ihr Team nach zwischenzeitlicher Drei-Tore-Führung (7:4, 8:5) beim 11:12 (31.) in Rückstand geriet. Doch es sollte die erste und einzige Führung des VfL bleiben. Angetrieben von der starken Emily Hartstock sorgten die Hornig-Schützlinge mit einem Zwischenspurt von 14:14 (37.) auf 18:14 (41.) für die Vorentscheidung.


HSG Schülp/Westerrönfeld/RD: Krämer, Schmidt – Carstensen, Bronevski, Ganske (5), Hartstock (7), Heidemann, Heider (4), Karstensen (1), Kröncke, Olf (1), Peters (2), Rohwer (1).

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