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Landeszeitung

30. Juni 2016 | 07:05 Uhr

Ein wichtiger Schritt in die Zukunft

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Gemeinde kauft das Gebäude der ehemaligen Zimmerei Brüning / Gemeindearbeiter, Schulbus und Feuerwehr unter einem Dach

Das Jahr fängt für die Gemeinde positiv an: Einstimmig beschlossen die Gemeindevertreter in ihrer jüngsten Sitzung den Kauf der ehemaligen Zimmerei am Wollm 8. Dort sollen zukünftig Feuerwehr, Gemeindemitarbeiter und Schulbus unter einem Dach untergebracht werden.

Die ehemalige Zimmerei befindet sich Richtung Dätgen raus. Der Betrieb von Claus Brüning konnte keinen Nachfolger finden, somit stand das großzügige Gelände zum Verkauf. „Seit einem halben Jahr versuche ich zu verkaufen“, berichtet der Langwedeler, der sich in den Ruhestand verabschiedet „dann kam die Gemeinde auf mich zu.“ „Eine Lösung musste nun mal her“, berichtet Holger Spießhöfer. Der Gemeindearbeiter habe seine Utensilien „mal hier, mal dort“ untergebracht, für den Schulbus wurde eine extra Garage angemietet und das Feuerwehrhaus an der Kieler Straße sei mittlerweile zu klein. „Da bot es sich uns einfach an, alles unter ein Dach zu kriegen“, so der Bürgermeister weiter, „die Gemeindevertretung war sich sofort einig und Feuer und Flamme.“ Statt eines möglichen Neubaus soll das großzügige und 15 Jahre junge Gebäude am Wollm nun umgebaut werden. Rund 5000 Quadratmeter misst das Gelände, zu dem auch ein Stück Wald Richtung Reiterweg gehört. Allein die große Halle hat eine Länge von 30 Metern und eine Breite von 22 Metern. „Da ist dann auch Platz für unser neues Feuerwehrauto“, freut sich Spießhöfer,

„Die Halle ist riesengroß und bietet Möglichkeiten ohne Ende“, freut sich auch Philipp Schildt. Das derzeitige Feuerwehrhaus in der Kieler Straße stammt aus den 1960er-Jahren. Trotz einer Erweiterung Anfang der 80er-Jahren und weiteren Umbaumaßnahmen, platzen die Räumlichkeiten bald aus allen Nähten, so Langwedels Wehrführer weiter. Seit zwei Jahren habe er immer mal wieder darauf hingewiesen, dass eine neue Unterkunft her muss. Nicht nur Platzbedingt, sondern auch aus Sicherheitsgründen. „Mit der Feuerwehrunfallkasse hätte es gegebenenfalls Schwierigkeiten geben können.“ „Ja, die saßen uns schon oft im Nacken“, gesteht auch Holger Spießhöfer. Die Stellplätze und Umkleidekabinen seien zu klein, es gibt keine Abgas-Absauganlage. Das neue Feuerwehrfahrzeug, das in diesem Jahr noch erwartet wird, ist zudem größer als das jetzige. Zudem wurde auch die neu gegründete Jugendfeuerwehr mit in den Räumen in der Kieler Straße untergebracht. „Und dann ist da natürlich auch noch die Frage, ob die Gemeinde sich in zehn, 15 Jahren noch zwei Feuerwehren leisten kann oder ob nicht vielleicht eine Zusammenlegung kommt“, blickt Schildt in die Zukunft. „Wir fühlen uns in der Kieler Straße pudelwohl, aber bei so einer Chance darf man nicht nein sagen. Es ist toll, dass der Gemeinderat das auch so sieht.“

Ein möglicher Neubau wie er beispielsweise in Emkendorf jüngst beschlossen wurde (Kosten rund eine Million Euro), wäre finanziell kaum machbar gewesen, weiß Holger Spießhöfer: „Das hat man in der Presse natürlich verfolgt. Eine Million ist schon eine Hausnummer.“ Für die Zimmerei plant die Gemeinde Gesamtkosten in Höhe von etwas weniger als einer halben Million Euro ein. Rund 370  000 Euro für den Kauf und weitere 100  000 Euro für den Umbau. Trotz guter Rücklagen soll die Summe über einen Kredit finanziert werden. „Wir werden nun mit einem Architekten gemeinsam planen, wie der Umbau aussehen soll“, blickt Spießhöfer optimistisch in die Zukunft. Die Arbeiten sollen noch in diesem Jahr beginnen. Und auch der Einzug ist für 2016 geplant. Fest steht bereits, dass die Tore vom hinteren Bereich nach vorne wechseln sollen. „Das lässt sich einfach machen“, weiß Claus Brüning zu berichten, „im Falle eines Brandes kommt die Feuerwehr dann auch schneller zum Einsatzort.

Gedanken über das Gebäude in der Kieler Straße hat sich die Gemeindevertretung ebenfalls schon gemacht. „Da sind sehr viele Ideen eingebracht worden“, sagt der Bürgermeister. Vom Verkauf bis zu einer Krippen-Einrichtung sei alles möglich. „Was das Krippen-Angebot angeht, hängen wir nämlich ein bisschen hinterher“, gesteht er ehrlich, „aber damit werden wir uns in Zukunft in Ruhe weiter beschäftigen. “


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erstellt am 28.Jan.2016 | 17:01 Uhr

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