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Landeszeitung

04. Dezember 2016 | 11:20 Uhr

Huhn bis Pferd : Ein tierisches Dankeschön in der Arche Warder

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

6294 Patenschaften sind Basis für den Haus- und Nutztierpark.

Sophie trifft Sophie: Linn Sophie Christensen aus Heppenheim hatte gestern in der Arche Warder Gelegenheit, Soay-Schaf „Sophie“ in deren Gehege zu besuchen und sogar zu streicheln. Die zwölfjährige Schülerin aus Hessen ist die Patin der kleinwüchsigen Schafmutter – und das Aufeinandertreffen von Sophie und Sophie im Steinzeitdorf des Tierparks war eine von vielen ähnlichen Begegnungen zwischen Mensch und Tier beim „Spender-Dankeschön-Tag“ in der Arche Warder.

„Sie sind die Basis für unser ganzes Projekt“, sagte Tierpark-Direktor Prof. Dr. Dr. Kai Frölich, als er sich gestern Mittag bei einem Sektempfang an etwa 70 Tierpaten, Spender und fördernde Mitglieder wandte. Frölichs Lob ist keineswegs übertrieben, denn die rund 120 Tierfreunde, die der Einladung der Arche Warder zum „Spender-Dankeschön-Tag“ folgten, sind sozusagen nur die „Spitze des Eisbergs“. Insgesamt kann der Tierpark aktuell 6294 aktive Patenschaften verbuchen. Wenn man die fördernden Mitglieder und sonstigen Spender hinzuzählt, sind es sogar 9200 Unterstützer, auf deren regelmäßige Zuwendungen sich die Arche Warder verlassen kann. Im vergangenen Jahr betrug die Gesamtsumme der von den Unterstützern überwiesenen Spenden 1,2 Millionen Euro.

Linn Sophie Christensen ist schon seit acht Jahren Patin der Soay-Schafe. „So eine Patenschaft hat sie sich zu ihrem vierten Geburtstag gewünscht“, erzählten Mutter Gudrun Schork und Vater Svend Erik Christensen, „sie ist schon von klein auf sehr auf Tiere fixiert.“ Ob die Wikinger bei der Ansiedlung der Soay-Schafe auf dem St.-Kilda-Archipel vor Schottland eine Rolle gespielt haben, ist eher fraglich. Vater Svend Erik ist als gebürtiger Däne trotzdem der Meinung, dass die Affinität seiner Tochter zu den Soay-Schaffen etwas damit zu tun hat, dass Linn Sophie „zur Hälfte Wikingerblut in ihren Adern“ habe. Die Anreise aus Heppenheim nach Warder (633 Kilometer), wo die Christensens meistens einen Zwischenstopp auf dem Weg nach Dänemark einlegen, kann sich schon sehen lassen. Aber sogar auch im 816 Kilometer von Warder entfernten Oberndorf am Neckar gibt es Arche-Paten: Sylvia Marquard und Holger Witscheck. „Wenn man sieht, wie sich die Schweine hier in ihren Gehegen suhlen, dann weiß man, was artgerechte Haltung ist“, lobte Angler-Sattelschwein-Pate Witscheck, „das Tolle an der Arche Warder ist außerdem, dass man hier viele verschiedene Schweinerassen zusammen sehen kann.“ Ebenfalls Schweine-Paten sind Vera Parchmann und Günter Busch aus Langwedel im niedersächsischen Landkreis Verden (182 Kilometer Anreise). „Wir essen unheimlich gern das Fleisch von Bunten Bentheimern“, sagte Vera Parchmann, „sozusagen als Wiedergutmachung haben wir deshalb eine Patenschaft für diese Schweinerasse übernommen.“ Zum allerersten Mal in der Arche Warder zu Besuch waren gestern Erika und Reinhard Weber aus Kreuztal-Oberhees im Sauerland (506 Kilometer Anreise) – und das, obwohl sie schon seit zehn Jahren die Jakobschafe der Arche Warder unterstützen. „Wir sind selbst mit Tieren aufgewachsen, und darum wollen wir mit unseren Spenden gern einen Beitrag zur Erhaltung der alten Nutztierrassen leisten“, erklärten die Webers, bevor sie zu ihrem ersten Rundgang durch die Arche Warder aufbrachen.

Arche-Pate kann man werden, indem man mindestens drei Euro pro Monat für eine Rasse seiner Wahl spendet. Darüber hinaus kann man für 120 Euro pro Jahr (inklusive Jahreskarte) förderndes Mitglied des Tierparks werden. Ansprechpartnerin ist Lisa Iwon, die bei der Arche Warder für die Paten- und Spenderbetreuung zuständig ist (Telefon 043  29  /  91  34  23, E-Mail: iwon@arche-warder.de).

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