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Landeszeitung

03. Dezember 2016 | 01:24 Uhr

Konzert : Ein Halleluja für die Zuhörer

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Das Pop- und Gospelfestival ist ein Erfolgsmodell: Bereits zum 18. Mal traten in der Christkirche Chöre der Region auf. Die Leitung hatte Birthe Ley-Thöming.

Abwechslungsreich und vielfältig war bei freiem Eintritt das 18. Pop- und Gospelfestival in der Christkirche auch dieses Mal. Das jeweils eintägige und von Birthe Ley-Thöming ins Leben gerufene Konzert mit Chören aus der näheren Umgebung wartete sogar mit Gästen aus Schweden auf: „Carpe vocalis“ fasste mit dem Abba-Titel „Thank you for the Music“ zusammen, was den frühen Sonntagabend in der Christkirche auszeichnete: Dankbarkeit und Anerkennung.

Unvergesslich war nach dem Konzert für die Besucher der Weg aus der Kirche durch ein Spalier aus allen Chören. „Halleluja“ sangen die Mitwirkenden jedem Konzertgast dicht in die Ohren. Hautnah erfuhren die Zuhörer auf diesen Weise, wie tief Gesang in die Seele hineinwirken kann.

Mit der 18. Auflage wurde das beliebte Rendsburger Pop- und Gospelfestival volljährig. Das erfolgreiche Musikfest ist aber zum Glück nicht träge und erwachsen geworden, sondern bot zwei Stunden lang populäre Songs. „Nichts kann zum Verständnis von Musik mehr beitragen, als sich hinzusetzen und selbst Musik zu machen.“ Diese Erkenntnis Leonard Bernsteins vermittelte Birthe Ley-Thöming allen Mitgliedern ihrer Chöre und zugleich den Besuchern des Abends. Mit einem kleinen Unterschied: Sitzen und zuhören ist die erste Stufe, um „Musik“ zu erfahren. Um sie zu verstehen, müsste man mitmachen. Dazu animierte Birthe Ley-Thöming zwei Mal. „A wiiiii – a wia wia-wimo weh  .  .  .“. Worte, die man laut lesen muss, und die dann immer noch keinen Sinn ergeben. Gesungen ist das anders, dann kommt auch die Erinnerung an einen Uralt-Hit: „Tief im Dschungel, da ruft die Trommel. Der Löwe schläft heut‘ Nacht  .  .  .“. Das machte mehr Sinn und brachte Spaß.

Viel Freude hatten auch die sieben Chöre vor dem Altar der Christkirche. Allen voran der Kinderchor St. Johannes und der Jugendchor „Popcorn“ und, neu dabei, die „Black Swans“ aus Laboe und „Gospiration“ aus Osdorf. Außerdem standen „Offbeat“, „Carpe vocalis“ und „Provoce“ auf der Bühne. Mittendrin das Damentrio „Jarfizz“ aus Hamburg mit Klavier, Querflöte, Saxofon und Stimme: Drei Mal abtauchen in tiefstes Gefühl. Wunderbar! „Es lebe die Freundschaft“ hieß es im ersten Song des Abends. Mutige Stimmen, auch solistisch, präsentierten sich vor Chören und dem großen Publikum.

Zum Schluss bewiesen die Dirigenten noch, dass sie nicht nur dirigieren und Songs einpauken können, bis der Chorklang stimmt. Alle sechs zeigten im Schluss-Halleluja, dass sie mehr als Singen lehren können. Beglückend! Ein Abend, der es leicht machte, die Anerkennung für die Leistungen auch raschelnd in den Hüten für Spenden am Ausgang auszudrücken.

Reinhard Frank

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