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Landeszeitung

03. Dezember 2016 | 01:25 Uhr

Bokel : Ein Gaffelkutter auf dem Trockenen

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Aus altem Segelschulschiff soll ein temporäres Kunstwerk werden. Thomas Jaspert plant Ausstellung.

Viele, die jetzt nach Bokel fahren, kommen zurzeit nicht aus dem Staunen heraus. Direkt neben der Straße liegt mit der „Alten Liebe“ ein alter, rund 16 Meter langer Gaffelkutter auf einer Koppel. Mit den kulturell engagierten Bokelern Thomas Jaspert, Reingart Winkler, Ulli Dücker und Bärbel Finn hat der 1949 gebaute Gaffelkutter nun nicht nur eine neue Eignergemeinschaft, sondern auch eine neue Heimat bekommen.

Bis vor kurzem diente die „Alte Liebe“ dem 1987 gegründeten Eckernförder „Verein Segelschulschiff Alte Liebe“ der Waldorfschule als sozialpädagogisches Projekt für die Jugendarbeit. Doch nun sollte der Kutter verschrottet werden. „Die anstehenden Reparaturen hätten den Wert des Schiffes weit überstiegen“, weiß Jaspert. Als die vier neuen Eigner davon hörten, handelten sie kurzentschlossen und ersteigerten den Segler.

„Wir wollten damit einen neuen Hingucker nach Bokel holen“, fügt der frischgebackene Schiffseigner an. Da die Gemeinde bereits über eine „vielseitige Alternativkultur“ verfüge, passe der Gaffelkutter als Kunstwerk natürlich auch thematisch sehr gut.

Nach dem Erwerb des Schiffes musste aber alles sehr schnell gehen. „Zu diesem Zeitpunkt lag der Kutter noch in der Eckernförder Slipanlage, die aber möglichst zügig wieder frei werden musste“, erklärt Jaspert. Dementsprechend schafften die Vier es mit dem „guten Willen aller“ innerhalb von nur eineinhalb Wochen einen Landtransport des gut 13 Tonnen schweren Schiffes von Eckernförde nach Bokel zu organisieren. Und so gelangte die „Alte Liebe“ im Rahmen einer nächtlichen Aktion in ihre neuen Gefilde.

Als nächstes soll das Schiff nun erst einmal weiter auf die Koppel gezogen und verankert werden, um dann die Kulturlandschaft Bokels als „temporäres Kunstobjekt“ zu bereichern. „Wir planen, als erstes eine Ausstellung mit einer Dokumentation über die Geschichte des Gaffelkutters in dem Schiff anzubieten“, verrät Jaspert. Später solle es dann unter anderem für Kunstausstellungen oder Kinder- und Jugendprojekte zur Verfügung stehen.

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