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Landeszeitung

06. Dezember 2016 | 17:06 Uhr

Ein filmreifes Hobby vor und hinter der Kamera

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Peter Riecken (72) über seine Leidenschaft für bewegte Bilder

Heute kann jedes Handy einen Film aufnehmen. Als Peter Riecken seine ersten Streifen drehte, war das noch Luxus. Der 72-Jährige ist Vorsitzender der Video- und Filmgemeinschaft Rendsburg, einem Zusammenschluss von Hobby-Filmern, die gemeinsame Projekte dokumentieren und einander mit Tipps unterstützen. Redaktionsmitglied Katharina Bambenek hat sich mit dem Filmliebhaber über technische Neuerungen und die Leidenschaft zum bewegten Bild unterhalten.

Herr Riecken, wie sind Sie zum Filmen gekommen?

Angefangen hat alles in den siebziger Jahren. Da haben meine Frau Ute und ich uns die erste Kamera gekauft. Abgelichtet haben wir damit zu Beginn am liebsten unsere Kinder im Urlaub. Wenn wir wieder zu Hause waren, haben wir dann die einzelnen Szenen zusammengeschnitten. Angeschaut haben wir die kurzen Filmchen im Anschluss mit der gesamten Familie. Das hat immer viel Spaß gemacht. Aber irgendwann reichten uns Urlaubsfilme alleine nicht mehr, da sind wir dann der Video- und Filmgemeinschaft beigetreten.

Mit welchen Genres beschäftigen Sie sich heute?

Wir haben unser Repertoire deutlich erweitert. Wir filmen jetzt auch Reportagen oder mal einen Theaterfilm. Aber hauptsächlich haben wir uns auf kurze Spielfilme spezialisiert. Die Streifen sind in der Regel 20 Minuten lang. Das ist die Norm, die eingehalten werden muss, um damit an Wettbewerben teilzunehmen. Das reizvolle ist der kreative Part, der vor der Verfilmung steht. Man muss sich ein Drehbuch ausdenken und die einzelnen Szenen genau planen, bevor man sie auf Film festhalten kann. Wir haben uns auf Dramen und sozialkritische Themen spezialisiert.

Welche Projekte planen Sie?

Wir versuchen im Verein einmal im Jahr gemeinsam einen Film auf die Beine zu stellen. Da machen die lustigen Themen am meisten Spaß. Einmal haben wir uns eine Folge von „Frühstück bei Stefanie“ ausgedacht und zusammen abgedreht. Wir sind im Verein nicht nur hinter der Kamera, sondern müssen ab und zu auch ein wenig schauspielern.

Wie groß ist Ihre Ausrüstung?

Alles entwickelt sich heute so schnell weiter, dass das gerade neu gekaufte Equipment nach einem Jahr schon wieder veraltet ist. Die Filmherstellung ist zwar immer noch eine aufwendige Sache, man muss etwa eine Stunde Arbeit in eine Minute Film stecken. Aber im Vergleich zu damals ist vieles einfacher geworden.

Welche Vorteile hat die neue, digitale Technologie?

Die Technik erleichtert zum Beispiel den Schnitt. Man muss nicht mehr Filmstreifen auseinanderschneiden und zusammen kleben. Das macht man alles am Computer mit zwei, drei Klicks. Dadurch geht auch das Unterlegen von Musik oder Kommentaren schneller.

Kann man Ihre Werke irgendwo sehen, auf YouTube zum Beispiel?

Wir zeigen die Filme bei vielen Wettbewerben oder direkt bei unseren Vereinstreffen. Auf YouTube jedoch nicht. Man kann seine Filme nur hochladen, so lange man gemafreie Musik und kein Fremdmaterial benutzt.

Wer kann im Verein mitmachen?

Jeder, der sich für das Drehen von Filmen interessiert. Wir freuen uns über jedes neue Mitglied. Für Anfänger, die noch nie eine Kamera in der Hand hatten, haben wir ein Modell da, an dem sie sich ausprobieren können. Fortgeschrittene sind aber genauso willkommen. Der Club kann von jedem zusätzlichen Wissen nur profitieren.

> Die Mitglieder treffen sich jeden zweiten Dienstag um 19 Uhr im Hohen Arsenal der VHS in Rendsburg. Infos außerdem unter www.vfg-rendsburg.de.

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