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Ehemaliges Bundeswehrareal : Ein Block im Speicherviertel fast fertig

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Aus der Redaktion der Landeszeitung

Fünf Jahre geschah nichts, jetzt werden ehemalige Bundeswehrgebäude an der Alten Kieler Landstraße werden saniert. Die ersten Wohnungen stehen ab Juni bereit.

Nachdem es fünf Jahre lang still gewesen ist auf dem ehemaligen Bundeswehrgelände an der Alten Kieler Landstraße, geht jetzt alles relativ schnell. Vor neun Monaten ersteigerte die Immobilienfirma Schaar das zwei Hektar große Grundstück, auf dem sich drei ehemalige Kornspeicher befinden. Seitdem entstehen in den 1937 errichteten Gebäuden Büros und Angebote für betreutes Wohnen. Ab Mai ist der zentral stehende Block des sogenannten Speicherviertels bezugsfertig.

250  000 Euro investierte das Rendsburger Unternehmen in den Kauf der denkmalgeschützten Immobilien. Deren Schutzstatus war auch der Grund, weshalb die Planungsphase für das erste Haus (Nummer 12) ein halbes Jahr in Anspruch genommen hat. „Eine Außendämmung war unerlässlich. Wir haben uns mit der Denkmalpflege darauf geeinigt, jeweils die Südfassaden dem Stil der 1930er-Jahren entsprechend mit einer umrahmenden Absetzung zu verputzen“, erklärt Geschäftsführer Ingolf Bädtker (CDU-Ratsherr). Auch das historische Kopfsteinpflaster, das einen Teil des Geländes überzieht, bleibt erhalten. Im Grüngürtel zwischen Haus 12 und 13 soll bis Mai ein kleiner Park mit Rundweg, Sitzbänken und einem Pavillon entstehen. 114 Parkplätze wird der Außenbereich darüber hinaus bieten. Danach geht es mit Haus 10 weiter. Bädtker rechnet für jeden Block mit einer Bauphase von einem Jahr. Nummer 13 wird also voraussichtlich ab 2018 renoviert werden. Auf den 2500 Quadratmetern Nutzfläche von Haus 12 ist mittlerweile das meiste geschafft. „Alle Leitungen sind verlegt. Jetzt geht es nur noch um die Einrichtung.“ Im Inneren erschwerten viele Säulen die Planung. Alle paar Meter unterteilen sie das Gebäude. „Wir haben uns für einen Grundriss entschieden, bei dem alle Wohnungen einen Ausblick nach Süden oder Westen haben. Dadurch erhellt auf der gegenüberliegenden Seite eine Fensterreihe den Flur, der zu den einzelnen Einheiten führt“, beschreibt Ingolf Bädtker. 26 barrierefreie Ein- bis Dreizimmerwohnungen entstehen in den oberen Etagen des Hauses. Im Juni sollen sie für neue Mieter bereitstehen. Anfragen gibt es schon viele, versichert Bädtker.

Im Mai bezieht die Pflege Lebensnah ihren neuen Standort im ersten Stock des Hauses mit einem Büro für die Zentrale des ambulanten Dienstes, welche rund 100 Mitarbeiter steuert. „Außerdem werden wir Schulungsräume für Auszubildende, Mitarbeiter und Angehörige einrichten“, informiert Fachbereichsleiterin Birgit Erlach. Ab August wechselt auch die Tagespflege von ihrem jetzigen Sitz in der Kirchenstraße ins Erdgeschoss des ehemaligen Speichers und erhöht damit ihr Angebot von zwölf auf 22 Plätze. Für Mieter der betreuten Wohnungen plant Pflege Lebensnah individuelle Betreuungspakete. „Wer im Laufe der Zeit mehr Hilfe braucht, kann nach und nach Optionen hinzubuchen.“

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erstellt am 15.Mär.2017 | 09:36 Uhr

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