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Landeszeitung

11. Dezember 2016 | 05:17 Uhr

Handball-SH-Liga der Männer : Eider Harde unterstreicht Titelambitionen

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Die HSG Eider Harde hat ihre Ambitionen als Spitzenmannschaft in der SH-Liga der Handball-Männer deutlich untermauert. Mit einem 24:18-Heimsieg über den TSV Kronshagen hat sich die HSG erneut auf den ersten Platz der Tabelle vorgeschoben.

Die HSG Eider Harde hat ihre Ambitionen als Spitzenmannschaft in der SH-Liga der Handball-Männer deutlich untermauert. Mit einem 24:18-Heimsieg über den TSV Kronshagen hat sich die Mannschaft von Trainer Matthias Hinrichsen erneut auf den ersten Platz der Tabelle (6:2 Punkte) vorgeschoben. Den ersten Sieg im vierten Spiel feierte der TSV Alt Duvenstedt, der nach dem 28:23 beim ATSV Stockelsdorf die „Rote Laterne“ an die HSG Tarp-Wanderup abgab. Der Büdelsdorfer TSV rutschte nach der 25:33-Niederlage bei der HSG Horst/Kiebitzreihe auf den vorletzten Platz ab.

HSG Horst/Kiebitzreihe – Büdelsdorfer TSV 33:25 (15:12)

Die Acht-Tore-Niederlage beim Mitaufsteiger wirft Fragen auf, denn in der vergangenen Saison konnten die Büdelsdorfer die HSG einmal besiegen, einmal spielt man unentschieden. BTSV-Spielertrainer Patrick Möller betrieb dementsprechend Ursachenforschung. „Viele Fehler lagen an mir. Ich habe zu viel gewechselt, als es nicht lief. Dadurch hatten wir in der Abwehr keinen Zugriff mehr. Ich habe in der entscheidenden Phase den Überblick verloren“, sagte er selbstkritisch. In der Kabine habe er dies auch seiner Mannschaft gesagt, die er jedoch nicht völlig aus der Schuld nahm. So kritisierte er ebenfalls die unnötigen Zeitstrafen wegen Meckerns von Matthis Mees und Fabian Froese sowie dessen magere Wurfausbeute von Rechtsaußen. „Fabian hat für seine zwei Feldtore mehr als zehn Versuche benötigt. Er ist wichtig für uns, weil wir viel über rechts abräumen.“ Besser behauptete sich Fynn Skrzypczak, der oft von halbrechts die Lücke fand. Bis zum 20:24 (45.) konnten die Gäste die Partie einigermaßen offen gestalten. Doch mit einer Manndeckung gegen Möller gelang HSG-Coach Werner Zink der siegbringende taktische Kniff. Beim BTSV klappte nichts mehr und nur fünf Minuten später führte Horst/Kiebitzreihe vorentscheidend mit 29:20. „Wir brauchen spielerische Lösungen gegen Manndeckungen“, analysierte Möller. Da passt es ganz gut, dass er selbst für eine Woche in den Urlaub fährt. „Dann macht Fabian Froese das Training und die Mannschaft kann üben, wie es ist, wenn ich nicht da bin“, sagte Möller.

Büdelsdorfer TSV: Martensen, Hansen – Schmitt, Rönnau, Froese (6/4), Mees, Möller (7), Wilhelm, Ramm (2), Ewert, Carstens (1), Kiehn, Bittrich (3), Skrzypczak (6).

HSG Eider Harde – TSV Kronshagen 24:18 (11:10)

In der vergangenen Saison musste die HSG noch zwei Niederlagen gegen „Crowntown“ einstecken. Dementsprechend zufrieden war HSG-Coach Matthias Hinrichsen mit der Vorstellung seines Teams: „In der Abwehr haben wir eins zu eins das umgesetzt, was wir im Training einstudiert haben.“ Offensichtlich haben seine Jungs ihre Lehren aus der Niederlage in Mönkeberg gezogen. Die Vorstellung in der Defensive war nicht zu vergleichen mit der vor einer Woche. Aggressivität, Einstellung, Abstimmung – alles passte. Hinzu kam, dass Torwart Gerald Dobratz einen Sahne-Tag erwischte. Er war einer der Garanten dafür, dass sich die Gastgeber in der zweiten Hälfte innerhalb von zehn Minuten von 16:15 auf 21:15 absetzen konnten. Hinrichsen: „Das war der Knackpunkt.“ Die knapp 300 Zuschauer in der Werner-Kuhrt-Halle waren beeindruckt von der Defensiv-Vorstellung. Vorne hat die HSG jedoch noch Luft nach oben. In einigen Phasen ließ sich nicht übersehen, dass die individuelle Stärke eines Philipp Henrich am Sonnabend fehlte, der krank daheim geblieben war. „Im Angriff war es eher eine unserer schlechteren Leistungen in der bisherigen Saison“, resümierte Hinrichsen. Der Trainer freute sich aber vor allem über die gute Stimmung auf den Rängen: „Die Unterstützung hilft uns auf dem Feld sehr.“ Auch am Mittwoch (20.15 Uhr) werden die Handballer der HSG Eider Harde jede Hilfe von der Tribüne gebrauchen können. Im Pokal-Achtelfinale empfängt die Mannschaft den Oberligisten Preetzer TSV.

HSG Eider Harde: Dobratz, Severin – Gosch (6/2), Möller (4), Claußen, Oettershagen (1), Hohnsbehn (3), Petersen, Weigmann, Greve, Oeltjen (2), Ketelsen (3), Kobs (5).

ATSV Stockelsdorf – TSV Alt Duvenstedt 23:28 (13:14)

Alt Duvenstedts Trainer Thomas Carstensen hatte im Vorwege angekündigt, dass es gegen Stockelsdorf schwer werden würde und dabei auf die gute handballerische Ausbildung der jungen Spieler verwiesen. Dementsprechend genau schaute er sich das Video des Stockelsdorfer Spiels der Vorwoche an. „Das hat sich richtig gelohnt, sie haben genau das Gleiche gespielt. So hatten wir vor allem die Abläufe für den linken Rückraum gut drauf“, freute sich der Trainer. Und auch sein Torhüter Hauke Siedenburg profitierte sehr von der Analyse der Wurfbilder des Gegners. Siedenburg zeigte vor allem in der zweiten Halbzeit eine starke Leistung, was allerdings für alle Alt Duvenstedter galt. „Meine Jungs haben ganz anders gespielt als in den ersten Partien“, so Carstensen. Und so gab es gestern Abend eigentlich gar nichts zu bemängeln in einem Spiel, in dem die Gäste ab dem 8:7 (18.) immer in Führung lagen – außer einer Knieverletzung Oliver Küchs. Beim Stand von 11:7 (22.) musste der Mittelmann raus und nun hoffen alle darauf, dass es keine schlimme Verletzung ist. Allerdings hatte der TSV in dieser Situation gleich zweimal Glück im Unglück. Zum einen lenkte Tim Frahm in der Folge das Spiel sehr gut als neuer Mittelmann und zum anderen kam Matti Voß zu seinem unerwarteten Comeback mit zwei Toren. „Das freut mich sehr. Es hat sich im Training ergeben, dass er spielen könnte“, sagte Carstensen. Der TSV kam nicht mehr in Bedrängnis und feierte über 20:17 (44.) und 25:20 (54.) den heiß ersehnten ersten Sieg. „Das war ein klasse Spiel von uns“, jubelte Carstensen.

TSV Alt Duvenstedt: Klapdor, Siedenburg – Frahm (5), Müller (3), Eichstädt (6/2), Maukel (3), Voß (2), Höpfner (4), Küch, Schroedter (1), Wommelsdorf (4), Nehls, Kock.

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