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Landeszeitung

08. Dezember 2016 | 15:33 Uhr

Kunstausstellung : Digitale Schnitzeljagd durch die NordArt

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Schülerinnen aus Büdelsdorf entwickeln Rallye-App für die NordArt. Das Projekt der Heinrich-Heine-Schule soll jungen Menschen den Zugang zu der Kunstausstellung erleichtern.

Wie vermittelt man Achtklässlern zeitgenössische Kunst? Vor genau dieser Frage standen die Schülerinnen des ästhetischen Profils der Heinrich-Heine-Schule mit ihrem Kunstlehrer Florian Sonntag. In einem gemeinsamen Projekt mit der NordArt haben sie in den vergangenen Monaten eine digitale Schnitzeljagd entwickelt, um jüngere Schüler an die Kunstwerke der Ausstellung heranzuführen.

„Dass Schüler Schülern etwas beibringen, ist eine klasse Methode. Der 13. Jahrgang ist gedanklich viel dichter an den Achtklässlern dran als wir Lehrer. Deswegen fällt es ihnen oft leichter, den komplizierten künstlerischen Inhalt altersgerecht zu vermitteln“, sagt Sonntag.

In der App beschränkten sich die Schülerinnen darauf, zehn Kunstwerke der Ausstellung vorzustellen. „Wir haben die Objekte ausgewählt, die uns am meisten ins Auge gestochen sind“, sagt Sanja Reuß, die dabei half, die App zu entwickeln. „Dabei haben wir auf die Form geachtet und die Farben. “

Die Rallye verpackt kunsttheoretische Inhalte in spielerische Fragen. „Die Aufgaben reichen vom bloßem Beschreiben über Interpretationen der Werke bis hin zum Nachstellen der Exponate. Als Beweis muss dann zum Beispiel ein Selfie gemacht werden“, sagt Frederike Post, die ebenfalls bei der Gestaltung der Schnitzeljagd half. „Wir wollen erreichen, dass die Schülerinnen und Schüler sich der Kunst nähern und sich damit auseinandersetzen. Die Rallye bietet einen kreativen und leichten Einstieg in die Welt der Kunst“, so Johanna Ahlmann, Initiatorin des Projekts.

Die zehn Kunstwerk-Stopps sind so angeordnet, dass die Schüler über die gesamte NordArt geführt werden. „Mit Vor- und Nachbereitung dauert das Ganze dann etwa 90 Minuten“, so Florian Sonntag. „Es war uns wichtig, dass die Lehrkräfte die Rallye in einem Unterrichtsblock bewältigen können. So fügt sich die Besichtigung der NordArt gut in den allgemeinen Unterricht ein.“

Im Moment befindet sich die NordArt Rallye-App, die mit der Software „actionbound“ erstellt wurde, in der Testphase. Die elfte Klasse der Heinrich-Heine-Schule, die das Projekt inzwischen vom Abiturjahrgang übernommen hat, ist unaufhörlich auf der Suche nach Verbesserungen. „Die Elften begleiten die Gruppen der Achtklässler und schauen, ob die Fragen alle verständlich sind und die Kleinen wirklich ans Ziel führen“, schildert Sonntag den Verlauf des Projektes. „Wir möchten so alle kleineren Fehler ausmerzen und hoffen, dass es im nächsten Jahr pünktlich zur Ausstellungseröffnung eine neue Rallye geben wird.“

Obwohl die App bis jetzt nur für die Schüler der Heinrich-Heine-Schule verfügbar ist, ist der 13. Jahrgang stolz auf das digitale Projekt. „Es ist toll zu sehen, dass die App funktioniert und die Achtklässler Spaß haben“, so Post.

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erstellt am 26.Sep.2016 | 18:27 Uhr

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